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3 Ron d „wenn man das Volk den Seidenbau betreiben läßt? Man hen
läßt es eine harte und arbeitſame Lebensart, wie die des Feld⸗ vudde baues iſt, gegen eine andere aufgeben, welche durch keine ſtarke iunege Bewegung ermüdet. Man hat jederzeit bemerkt„daß die beſten aiusnns Soldaten aus dieſen Familien ſtarker Ackerbauer und kräftiger hj Handwerker gezogen werden; ſetzet nun an deren Stelle dieſe Silet⸗ 4 Leute, welche nur eine Arbeit kennen, welche Kinder zu ver⸗ liß 4 8 richten vermögen, und ihr werdet ſie für die Kriegskunſt nicht Kinig 4 1 mehr geeignet finden, deren Bewahrung und Erhaltung die Begnadig Lage Frankreich's und ſein politiſcher Zuſtand ihm zu einer un⸗ dürſin Eu umgänglichen Nothwendigkeit machen. Während ihr die Land⸗ golten und leute, welche auf jede Weiſe die wahren Stützen des Staates ſind, des Khgi entkräften werdet, werdet ihr durch die Städtebewohner den ſihderſlben Luxus mit ſeinem ganzen Gefolge, der Wohlluſt, der Weich⸗ trauch 6 dl lichkeit und dem Müſſiggange einführen, was rückſichtlich der⸗ Allein dieſes jenigen durchaus nicht zu befürchten iſt, welche wenig haben, Schlag ind und welche ſich mit wenigem zu begnügen wiſſen. Ei! haben verhotenen wir nicht jetzt ſchon in Frankreich eine binlänglich große An⸗ b tragen wol zahl ſolcher unnützen Bürger, welche unter einem goldenen und 3 Sully gau ſcharlachenen Gewande uns alle Sitten wahrer Frauen verber⸗ 3 ſens R ger!“ Ein römiſcher Cenſor hätte nicht beſſer geſprochen; aber ler Ausge ein Miniſter ſollte vom Ackerbau und Handel andere Anſichten welches n haben. Entbehr Dieſes philoſophiſche Vorurtheil gegen den Luxus iſt es*), wel⸗ ſagte er ches Sully den größten Theil der verderblichen Verordnungen, res Gelde die ſeine Verwaltung dem Handel und der Induſtrie auferlegte, ii ſolche S eingegeben hat. Jeder Verbrauch fremder Erzeugniſſe erſchien ihm rer Mantaſ als ein an Frankreich begangener Diebſtahl, und ein Angriff auf lebel, welche deſſen Sitten; jede Ausfuhr von Metallgeld als ein Unglück, wel⸗ jieht“. As! gekommen we
*) Sully predigte übrigens durch ſein Beiſpiel.„Er ging gewöhnlich derſidtiſh in einem Kleide von grauem Tuch, mit einem Wamſe von Atlaß oder und erlaut Taffet, ohne ausgeſchnittene Arbeit und ohne Stickerei. Er lobte Jene, führte, Bele welche ſich ſo kleideten, und ſpottete über diejenigen, welche, wie er ſagte, rückgewieſen ihre Mühlen und Hochwaldungen auf ihrem Rücken trügen.“
*) Mémoir
Péréfixe, 3e partie. 8n) Nachden
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