Teil eines Werkes 
1 (1840) Geschichte der politischen Ökonomie in Europa von dem Alterthume an bis auf unsere Tage. 1
Entstehung
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wären, wenn nicht die unbezwingliche Natur und die Natur gewordene, zähe, geſchichtliche Sitte noch einiges Maaß und gegebenes Verhältniß erhielten.

Wie nun die Staatswiſſenſchaft überhaupt eine freie organiſche Geſtaltung fordert, ſo auch die Wirthſchaftslehre. Iſt doch die Menſchheit ſelbſt und jede aus ihr geborene Nation ein freier, ſittlicher Organismus, der ſich in eine Gliederung von Syſtemen und Organen auswirkt.

Allerdings tragen die wirthſchaftlichen Intereſſen, in deren wüſtes Fluthen Mancher bang hinabblickt, in ſich ſelbſt Elemente der Ordnung, eine Neigung zu einem geſetzlichen Gleichgewicht; allein es gibt Kriſen mit einer materiellen Ueberwältigung, wo es die wirthſchaftlichen Intereſſen nicht vermögen, durch den heißen Wechſelkampf mit eigener Heilkraft zur Selbſtmäßigung durchzudringen, wo ſie, weſentlich zum Dienen beſtimmt, von oben Regel und Gebot erwarten. Und einer ſolchen Kriſe gehen wir ent⸗ gegen. Hören wir nicht von den im Gewerblichen am weiteſten vorangeſchrittenen Völkern her Stimmen der Verzweiflung? Sehen wir nicht, wie hier der Pauperismus die freyle Axt an den Grundſtamm geſellſchaftlicher Ord⸗ nung legt, dort fremdartige Secten, wie Bußeträger des ſocialen Wehes, und die bankbrüchige Wiſſenſchaft in zerknirſchter Angſt an die Pforte des Doms eines ſogenannten Neochriſtianismus klopfen, als wenn das alte, ewig junge und verjüngende Chriſtenthum nicht genügte, es, welches das welke Herz des Sünders erquickt, und die dürre Lippe der Völker labt?

Allein die Meuterei wird den Hilfebedürftigen nicht helfen, und die Religion wird eben ſo wenig auf euere Ladung ſich neben euern brodelnden Wirthſchaftskeſſel ſetzen, und euch das aufſchäumende Geſötte zum ordentlichen Satze niederrühren. Nur wenn ihr unter euerer eiviliſirten Bar⸗

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