Die erſten Verſuche ha⸗ ben wir dem Hrn. Staats⸗
rath Thaer
zu verdan⸗ ken.
Was der ſcharfſinnige Richthofen daruͤber klarer be⸗ merkt als ausgedruͤckt hat, koͤnnte dem, was ich hier ſagen will, zum Belege dienen, wie Lichtenberg's witziges Gleich⸗ niß, von der dem Chemiker geſchenkten kleinen Erdkugel, das verſinnlichen koͤnnte, was ich hier meine.
Ein anderer Einwurf koͤnnte daher genommen werden, daß die Beſtellungsart gar vieles in dem zu erwartenden Ertrag veraͤndern, und daher die Berechnung unſicher machen koͤnnte.
Auch das iſt wahr, und wohl der Kunſt, daß dem ſo iſt! Allerdings kann eine zweckmaͤßige Beſtellung die Kraft des Bodens entwickeln oder zuruͤckhalten, ſeine Thaͤ⸗ tigkeit, Kraft⸗Aeußerung, Vermoͤgen, wie es der Boden oder die Frucht erfordert, vermindern oder vermehren, und ich verzweifle nicht daran, daß es nicht einſt moͤglich wer⸗ den ſollte, das dadurch erhoͤhete Vermoͤgen des Bodens eben ſo gut in Zahlen auszudruͤcken, wie deſſen durch Be⸗ duͤngung vermehrten Reichthum(1).
§. 7.
Die erſten Verſuche, die erſchoͤpfende Kraft der Pflan⸗ zen, das Verhaͤltniß des Ertrags zur Erſchoͤpfung, den Grad der Fruchtbarkeit des Bodens und den Erſatz der verlornen Fruchtbarkeit durch Beduͤngung, in Zahlen aus⸗ zudruͤcken, ſind wir ſchon im Jahre 1809 dem Herrn Staatsrath Thaer im 1ſten Bande des einzigen wiſſen⸗
(u) Dieſes iſt ſpaͤterhin wirklich geſchehen und wie mich duͤnkt, mit Erfolg, obgleich hier beſonders noch gar vieles auszumitteln bleibt. Ao. 1821.
Es hat ſich der Durchſchnitt der Wirkung jeder ein⸗ zelnen gluͤcklich und zweckmaͤßig gegebenen Pflugart auf den Ertrag ſo genau beſtimmen laſſen, als es ver⸗
nuͤnftigerweiſe nur erwartet werden konnte; vielleicht
bat nichts die Kunſt ſo vorgeruͤckt. 1823.
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