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ſuchen, daß aus der veredelten Schafzucht in jenem ent⸗
fernten Welttheile, bei den dort beſtehenden Verhält⸗ niſſen, wenig oder nichts werden könne. Noch ſelten hat man den Feind beſiegt, den man verachtete.
Da die Sache beſonders für die deutſche Schafzucht von der höchſten Wichtigkeit iſt: ſo will ich hier meine Anſicht ſo klar als möglich mitzutheilen mich bemühen.
Man ſucht ſich über den Erfolg, welchen die ge⸗ machten Anſtalten zur Gründung edler Schäfereien in Neu⸗Süd⸗Walles haben können, dadurch zu beruhigen, daß man meint, eine Colonie von Verbrechern werde einen landwirthſchaftlichen Zweig, den in Europa nur wiſſen⸗ ſchaftlich gebildete und im Fleiße ausdauernde Männer ſo
empor gebracht haben, ſchwerlich ſehr zum Blühen brin⸗
gen. Dabei vergißt man aber, daß dieſe Verbrecher nach allen Nachrichten ein fleißiges und ordentliches Leben am Orte ihrer Verbannung führen, daß viele unter ihnen ſind, denen eine wiſſenſchaftliche Bildung zu Theil ge⸗ worden iſt, und daß mehrere derſelben ſich ſchon ein be⸗ deutendes Eigenthum dort erworben haben. Die mora⸗ liſche Tiefe alſo, welche man bei den daſigen Einwohnern als ein Hinderniß für den Fortgang der veredelten Schaf⸗ zucht aufſtellt, dürfte dies ſchwerlich ſeyn. Die Ausſicht auf großen Gewinn, die damit verbunden iſt, wird der mächtigſte Antrieb zu ihrem eifrigen Betriebe werden. Was an Intelligenz aber fehlt, welchen Punkt man als das zweite Hinderniß anſieht, darauf dürfen wir auch keine großen Hoffnungen bauen. Es ſind Männer, die Sachkenntniß beſitzen, zu Directoren dieſer Schäfereien
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