Teil eines Werkes 
2: Uibersicht der europäischen veredelten Schafzucht. 2
Entstehung
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weiter oben ſchon von denſelben geſprochen. Das gemeine deutſche Landſchaf entfernt ſich von den genannten wieder durch Kürze und Walkfähigkeit der Wolle. Eine Ver⸗ zwergung desſelben ſind die in Lüneburg einheimiſchen Haideſchunken; ſo wie das Eiderſchaf wieder der Rieſe unter den gedachten Landſchafen iſt. Nit dieſen hat man mannigfache Kreuzungen verſucht, die ſich eben ſo auch auf das franzöſiſche, dem deutſchen ähnliche, Landſchaf er⸗ ſtrecken. Aus dieſen Kreuzungen ſind denn ſowohl in Geſtalt als Wolle die verſchiedenartigſten Erſcheinungen hervorgegangen. Es hat ſich in derſelben eine Stufen⸗ leiter von der Wolle der niedrigſten Qualität bis zur höchſten gebildet. Unter ihnen gibt es ſehr viele, die ihren Veredlern(den Merinos) nicht allein nahe, ſondern ſelbſt den vorzüglichſten unter denſelben dicht an die Seite gerückt ſind. In Maſſen ſtrömen ſie jetzt aus nach allen Richtungen, beſonders nach Oſten, und es entſtehen da⸗ durch ſolche verwickelte Baſtardirungen, daß nothwen⸗ dig wieder neue Abarten ſich daraus bilden müſſen. Etwas von ganz edlem Blute wandert zwar mit aus, jedoch hat man auf die Reinerhaltung in den meiſten Heerden viel zu wenig geſehen, als daß deſſen viel nach außen fließen könnte, da man dasſelbe im Innern noch recht gut brauchen kann. Uibrigens haben ſich in Deutſchland die neu gebildeten Racen ſo günſtig geſtal⸗ tet, daß ſie dreuſt mit dem Namen deutſcher Merinos be⸗ zeichnet werden können: wenn man nämlich Schafe mit edler Wolle nur mit dieſem Namen belegen kann. Warum ſollte man ſie aber nicht in Zukunft mit dem Namen: