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Frankreich und Italien dieſelben nur wenige Wochen im Jahre unter gutes und etwas geſchütztes Obdach zu brin⸗ gen hat, und ſie außerdem faſt ſtets im Freien oder nur unter leichten Schoppen haben kann: muß man in den
nördlichen Ländern z. B. in Schweden, Dänemark, Preu⸗
ßen, Rußland wohl verwahrte Gebäude gleich den menſch⸗ lichen Wohnungen oft mit vielen Koſten für ſie auffüh⸗ ren, wenn man ſie nicht dem Verderben Preis geben will. Alle Verſuche, die man auch noch hier gemacht hat, um ſie an die Kälte zu gewöhnen, ſind zum Nachtheile aus⸗ geſchlagen. Zu läugnen iſt zwar nicht, daß ſie einen ziemlichen Grad derſelben ertragen, aber dennoch kommen ſie dabei ab und verkümmern. Mit Mutterſchafen, die Lämmer im Winter bringen, ſind ſie nun vollends ganz zum Verderben ausgefallen. Die Lämmer erfroren und die Mütter gingen allmählich ein.
Dieſe Schwierigkeiten des nördlichen Klimas hat man aber dennoch überwunden. Man hat ſchützende Ge⸗ bäude für die edlen Schafe aufgeführt, man hat für hin⸗
längliches Futter geſorgt. Und wie ſollte man dies nicht
auch können, da man ja im Stande iſt, das ganze Jahr hindurch Schafe im Stalle auszufüttern? Aber die erſt genannte und Hauptſchwierigkeit hat man noch nicht be⸗ ſeitigt und wird dies auch ſchwerlich können. Darin liegt ein mächtiger Anſtoß der veredelten Schafzucht für das weit ausgedehnte Rußland, das in ſeinen nördlichen Provin⸗ zen niemals mit derſelben zum höchſten Flor gelangen kann.
5) Verſchiedene Schafarten in Europa, beſonders in Beziehung auf ihre Wolle.
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