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Uibersicht der europäischen veredelten Schafzucht. 1
Entstehung
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zu welchem die Schäfer den Anfang der Ablammung rech⸗ neten. Jetzt aber, das heißt, als die Veredlung der Schä⸗ fereien immer weiter fortſchritt, fing man an, dieſen Ter⸗ min allmählig immer vorzurücken, bis man denn endlich ſoweit gelangte, daß die Schafe den Widder faſt jederzeit annahmen, und man gewöhnlich die Lämmer ſchon zu der Zeit bekam, wo ſonſt deren Mütter erſt zugelaſſen wurden. In Schäfereien, wo man reine Merinos züchtete, und wo der Zudrang nach Zuchtvieh groß war, trieb man es ſo weit, daß man faſt immer in 3 Monaten, alſo in zwei Jahren dreimal Lämmer bekam. Dieſes Zwingen der Natur kann aber nie auf die Dauer Beſtand halten, und läßt ſich nur eine Zeitlang durchſetzen.

Unterſuchen wir nun, ob eine frühere Ablammung vortheilhaft für eine Schäferei ſey, ſo muß man ohne alles Bedenken dafür ſtimmen. Lämmer, die kurz vor der Ein⸗ winterung der Schafe geboren werden, finden bei ihren Müttern eine reichliche Nahrung. Die Gleichmäßigkeit und Trockenheit des Futters derſelben erhält dieſe Nahrung ſtets geſund und zuträglich für die Lämmer, und ſie gedeihen dabei augenſcheinlich. Dagegen müſſen ſie, wenn ſie im März geboren werden, den Uebergang von der Winter⸗ fütterung zur Sommerweide allemal mitmachen. Da nun dieſer ſchon die Mütter angreift, ſo thut er es noch weit mehr mit den Lämmern, was man bei aufmerkſamer Be⸗ obachtung deutlich genug ſieht. Wem alſo an dem Gedeihen ſeiner Schäferei liegt, wer beſonders durch eine geſunde und kräftige Zuzucht vorwärts ſchreiten will, der wird allemal für frühe Lämmer ſtimmen.

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J. Von

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