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erbung ſah: ſo machte man den Verſuch, dergleichen Indi⸗ viduen ſtärker zur Fortpflanzung zu gebrauchen. Durch kräftigeres Futter, welches man ſolchen Widdern während der Sprungzeit reichen ließ, unterſtützte man ihre Kräfte und man gelangte bald dahin, von einem derſelben mehr Nachkommen zu erhalten, als ſonſt von zweien. Ja man trieb es ſo weit, daß man ihm bis 100 Mutterſchafe und darüber zugeſellte, die er dann auch meiſt alle befruchtete. Hierdurch gelangte man dann auf die ſchnellſte Weiſe zu dem Ziele der hohen Verfeinerung und Ausgleichung in der Wolle einer ganzen Heerde. Jetzt bildete ſich ein ganz neues Syſtem. Man bezahlte ausgezeichnete Widder mit ungewöhnlich hohen Preiſen, und hatte dennoch dabei den größten Gewinn, wenn man den Erfolg gegen dieſe Preiſe in die Wagſchale legte. Dies Mittel wirkte denn auch zum raſchen Emporkommen aller der Heerden, wo es mit Einſicht und Kenntniß angewandt wurde, auf eine bewun⸗ dernswürdig ſchnelle Weiſe. In einigen Generationen, d. i. in einem Zeitraume von 6— 8 Jahren, wurden ganze Schäfereien umgeſtaltet, und die Käufer der Wolle von denſelben wur⸗ den von Jahr zu Jahr mehr überraſcht. Wenn man nun noch, was auch einige thaten, zwei verſchiedene Sprung⸗ zeiten hielt: ſo kam es wohl vor, daß ein einziger Widder
in einem Jahre bis zu 150 Nachkommen erzeugte. War
nun ſeine Vererbung vorzüglich, und konnte er auch nur drei Jahre ſo ſtark gebraucht werden, ſo mußte eine ent⸗ ſchiedene Ausgeglichenheit in der Heerde bewerkſtelligt wer⸗ den, und dieſe iſt es gerade, welche der Wolle derſelben einen ſo beſondern Werth gibt.
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