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Uibersicht der europäischen veredelten Schafzucht. 1
Entstehung
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Länder ſo ſehr vermehren helfen, und dadurch, daß ſie als Schaffutter in ſo großen Maſſen erzeugt werden, auch für die Bekleidung dieſer Bevölkerung in gleichem Maße för⸗ derlich ſind.

Wenn nun aber von Seiten der Wollhändler und auch hie und da der Manufacturiſten der Kartoffelfütterung bei den Schafen der Vorwurf gemacht wurde, als habe ſie einen nachtheiligen Einfluß auf die Ausbildung der Wolle: ſo iſt es von großer Wichtigkeit, zu unterſuchen, ob dieſer Vorwurf gegründet ſey oder nicht. Er ward zwar auf dem Leipziger Wollconvente ſchon zum Theil beſeitigt,

jedoch iſt er immer noch nicht genug entkräftet, beſonders,

da es noch eine Menge Schafzüchter gibt, die ſich von der Vorſtellung noch nicht loßreißen können, daß die Kartoffeln in keiner Art den andern Futterarten, als dem Heu ꝛc. gleich zu ſetzen ſeyen.

Was den Kartoffeln wohl zunächſt den Vorwurf der Wollkäufer zuzog, das war die allzu ſtarke Fütterung, welche die Schafzüchter durch Hilfe derſelben ſogleich bewerk⸗ ſteligten. Es ward alſo die Wolle das, was man maſtig nennt. Das wäre ſie aber auch geworden ohne Kartoffeln, wenn man die Schafe eben ſo reichlich mit anderm Futter verſehen hätte. Als die ſo überaus niedrigen Kornpreiſe zur Getreidefütterung Veranlaſſung gaben, da hörte man dieſelben Klagen und Vorwürfe. Daß ſie bei den Kar⸗ toffeln gerade um dieſerwillen nicht gegründet waren, be⸗ weiſen manche Fehlgriffe, welche die Wolkäufer machten, wenn ſie ſich anmaßten, an der Wolle ſogleich erkennen zu wollen, ob man die Schafe mit Kartoffeln gefüttert

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