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England.
Zunächſt Spanien muß bei dieſer vergleichenden Uiber⸗ ſicht England angeführt werden. Hier hat die Schafzucht von jeher eine gleiche zwiefache Tendenz gehabt, nämlich die des Fleiſches und der Wolle. Letztere zeichnete ſich ſchon vor der Einführung der Merinos durch ihre Weiße und Sanftheit aus. Das feuchte und im Ganzen nicht rauhe Klima trug hierzu wohl weſentlich bei. So bildet ſich ja z. B. auch die Merinowolle auf Neuholland weißer und faſt ſanfter aus, als in Europa, obgleich dieſe Sanftheit dort faſt in Schlaffheit übergeht, und der Wolle mehr ſcha⸗ det, als nützt.
Die beſondere Einwirkung des Klimas war es wohl auch in England, welche die Schafzüchter beſtimmte, ſich borzugsweiſe der langen und glatten Wolle zu befleißigen, Die Manufacturen richteten ſich dann nach dem Producte des Landes, und verfertigten Waaren, die anderwärts nicht ſo vollkommen geliefert werden konnten, daher dieſe auch bald einen allgemeinen Markt fanden. Da überdies die Maſſe der Wolle von der genannten Art die der Merinos bei weitem übertrifft: ſo war es natürlich, daß die Schaf⸗ züchter eine Schafart liebgewannen, die, für ihr Klima ge⸗ macht, die auf ſie gewandte Sorgfalt und Pflege am beſten bezahlte. Dazu kam noch die Größe der Thiere und ihr be⸗ deutendes Fleiſchgewicht, was außer der Wolle noch den Ertrag der Schafzucht ziemlich hoch ſtellte. Weiden mit der üppigſten Vegetation gaben dieſen großen Körpern ſtets hinlängliche Nahrung, und alles ſchien dahin zu deuten, daß dieſe Schafart hier ganz an ihrem Platze ſey.


