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Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie / von Justus Liebig
Entstehung
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Gift, Contagien, Miasmen.

verdichtete Feuchtigkeit der Luft, welche das flüchtige Contagium enthält, bringt in Sublimatlöſung einen weißen Niederſchlag hervor, gerade wie dieß durch Ammoniakauflöſung geſchieht. Das Ammoniakſalz, was man aus dem Regenwaſſer nach Zu⸗ ſatz von Säuren und Verdampfen erhält, entwickelt, wenn man durch Kalk das gebundene Ammoniak wieder austreibt, den unverkennbarſten Leichengeruch oder den Geruch, der den Miſt⸗ ſtätten eigenthümlich iſt.

Durch Verdampfen von Säuren in einer Luft, welche gas⸗ förmige Contagien enthält, neutraliſiren wir das Ammoniak; wir hindern die weitere Zerſetzung und heben die Wirkung des Contagiums, ſeinen Zuſtand der Zerſetzung, gänzlich auf. Salz⸗ ſäure und Eſſigſäure, in manchen Fällen Salpeterſäure, ſind allen anderen vorzuziehen.

Chlor, was das Ammoniak und organiſche Materien ſo leicht zerſtört, hat auf die Lunge einen ſo nachtheiligen und ſchädlichen Einfluß, daß man es zu den giftigſten Stoffen zu rechnen hat, welches nie an Orten, wo Menſchen athmen, in Anwendung kommen darf.

Kohlenſäure und Schefelwaſſerſtoff, die ſich häufig aus der Erde, in Kloaken entwickeln, gehören zu den ſchädlichſten Miasmen. Die erſtere kann durch Alkalien, der Schwefelwaſſer⸗ ſtoff durch Verbrennen von Schwefel(ſchweflige Säure) oder durch Verdampfen von Salpeterſäure aufs Vollſtändigſte aus der Luft entfernt werden.

Für die Phyſiologie und Pathologie, namentlich in Be⸗ ziehung auf die Wirkungsweiſe von Arzneimitteln und Giſten, iſt das Verhalten mancher organiſcher Verbindungen beachtens⸗ werth und bedeutungsvoll.

Man kennt mehrere, dem Anſcheine nach ganz indifferente Materien, die bei Gegenwart von Waſſer nicht mit einander