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Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie / von Justus Liebig
Entstehung
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Gift, Contagien, Miasmen.

ſetzungsproceß zerſtört wird, ſie bewirkt, dem Blute eingeimpſt, eine Metamorphoſe deſſelben, an der die anderen Beſtandtheile keinen Antheil nehmen.

Wenn man ſich an der Wirkungsweiſe der Unterhefe(ſ. S. 276) erinnert, ſo kann man kaum über die der Kuhpockenlymphe zweifelhaft ſein.

Die Unterhefe und Oberhefe ſtammen beide aus Kleber, ähnlich wie die Kuhpocken⸗Materie und das Blatterngiſt beide aus dem Blute entſpringen.

Die Oberhefe und das Blatterngiſt bewirken beide eine ſtürmiſche tumultuariſche Metamorphoſe, die erſtere in Pflan⸗ zenſäften, das andere im Blute, die ihre Beſtandtheile enthal⸗ ten, ſie erzeugen ſich beide mit allen ihren Eigenſchaften wieder.

Die Unterhefe wirkt lediglich nur auf den Zucker, ſie ver⸗ anlaßt eine ausnehmend verlangſamte Zerſetzung deſſelben, eine Metamorphoſe, an welcher der Kleber keinen Antheil nimmt, nur inſofern die Luft dabei einwirkt, erleidet dieſer eine neue Form und Beſchaffenheitsänderung, in Folge welcher ſie eben⸗ falls wieder mit allen ihren Eigenſchaften gebildet wird.

Aehnlich wie die Wirkungsweiſe der Unterhefe muß die der Kuhpocken⸗Materie ſein; ein Beſtandtheil des Blutes geht durch ſie in Zerfetzung über, aus einem zweiten erzeugt ſie ſich wie⸗ der, aber in einer durchaus geänderten Zerſetzungsweiſe; das Product beſitzt die milde Form, alle Eigenſchaften der Kuh⸗ pockenlymphe.

Die Empfänglichkeit für Anſteckung durch Blatterngift muß nach der Einimpfung der Kuhpocken aufhören, eben weil durch einen künſtlich erregten, beſondern Zerſetzungsproceß diejenige Materie zerſtört und entfernt worden iſt, deren Vorhandenſein die Empfänglichkeit bedingte. Sie kann ſich in dem nemlichen Individuum wieder erzeugen, es kann wieder empfänglich für