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Gift, Contagien, Miasmen. 333
und Alkohol und Kohlenſäure als Excremente wieder von ſich geben.
Wunderbar und auffallend würde es vielleicht erſcheinen, wenn in den Zerſetzungsproceſſen der Fäulniß und Gährung aus organiſchen Materien und Theilen von Organen ſich Stoffe bilden würden von kryſtalliniſcher Structur, Stoffe, die eine geometriſche Geſtalt beſitzen. Wir wiſſen im Gegentheil, daß der völligen Auflöſung in unorganiſche Verbindungen eine Reihe von Metamorphoſen vorhergeht, in welchen ſie erſt nach und nach ihre Form aufgeben.
In Zerſetzung begriffenes Blut kann dem Auge in un⸗ veränderter Form erſcheinen, und wenn wir in einem flüſſigen Contagium die Blutkügelchen wieder erkennen, ſo kann dieß höch⸗ ſtens beweiſen, daß ſie keinen Antheil an dem Zerſetzungsproceß genommen haben. Wir können aus Knochen allen phosphor⸗ ſauren Kalk entfernen, ſo daß ſie durchſichtig und biegſam wie Leder werden, ohne im Geringſten ihre Form zu verlieren. Wir brennen die Knochen weiß zu einem Skelet von phos⸗ phorſaurem Kalk, was ganz die Form des Knochens behält. So können in dem Blute Zerſetzungsproceſſe vor ſich gehen, die ſich nur auf einzelne Beſtandtheile erſtrecken, auf Mate⸗
ien, welche zerſtört werden und verſchwinden, während durch andere die urſprüngliche Form behauptet wird.
Unter den Contagien giebt es mehrere, die ſich durch die Luft fortpflanzen, wo man alſo gezwungen wäre, einem Gaſe, einem luftförmigen Körper Leben zuzuſchreiben.
Alles, was man als Beweiſe für ein organiſches Leben in den Contagien betrachtet, ſind Vorſtellungen und Bilder, welche die Erſcheinungen verſinnlichen, ohne ſie zu erklären. Dieſe Bilder, mit denen man ſich in allen Wiſſenſchaften ſo gern und leicht befriedigt, ſie ſind die Feinde aller Naturforſchung,


