Druckschrift 
Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie / von Justus Liebig
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8

* 8 4 1

ͤöͤ 2 4

Gift, Contagien, Miasmen.

ſolche, welche der Gährung, Fäulniß und Verweſung überhaupt entgegen wirken, welche dieſen beſonderen Zerſetzungsweiſen überall eine Grenze ſetzen, wenn ſie in hinreichender Menge zugegen ſind.

Eben ſo wenig als in den vergifteten Würſten iſt man im Stande geweſen, aus der Blatternmaterie, dem Peſtgifte eine eigenthümliche Materie zu iſoliren, der man die Wirkung zu⸗ ſchreiben könnte; eben weil ihre Wirkung nur in einer eigen⸗ thümlichen Thätigkeit liegt, deren Exiſtenz für unſere Sinne nur durch Erſcheinungen erkennbar iſt.

Man hat zur Erklärung der Fähigkeit der Contagien, An⸗ ſteckung zu bewirken, dieſen Stoffen ein eigenthümliches Leben zugeſchrieben, ähnlich wie der Keim eines Samens es beſitzt; eine Fähigkeit alſo, ſich unter gewiſſen günſtigen Bedingungen zu entwickeln, fortzupflanzen und zu vervielfältigen. Es giebt gewiß kein richtigeres Bild für dieſe Erſcheinungen, eben ſo anwendbar auf Contagien als wie auf Ferment, auf thieriſche und vegetabiliſche Subſtanzen, die ſich im Zuſtande der Fäul⸗ niß, Gährung und Verweſung befinden, auf ein Stück faules Holz, was durch ſeine bloße Berührung friſches Holz nach und nach gänzlich in Moder, faules Holz, verwandelt.

Wenn man mit Leben die Fähigkeit einer Materie bezeichnet, in irgendeiner andern eine Veränderung hervorzurufen, in Folge welcher die erſtere mit al⸗ len ihren Eigenſchaften wieder erzeugt wird, ſo ge⸗ hören allerdings alle dieſe Erſcheinungen dem Leben an; aber nicht bloß dieſe müſſen wir alsdann lebendig nennen, ſondern dieſer Ausdruck umfaßt in dieſem Sinne den größten Theil aller Erſcheinungen der organiſchen Chemie; überall, wo che⸗ miſche Kräfte walten, wird man Leben vorausſetzen müſſen. Ich nehme einen Körper A, er ſei Oxamid(eine im

Waſſer! bringe it zeugen d vir Fot beide a uurc Nf treten d mid aus wieder ſeſch Wit Folge und An ſowie d mit and genau zen Vin frei geh ſo viel titit rey Bri gleiche unterwe in ganz handen gleiche Veiſe derte v durch entſtehe D.