Die Aſſimilation des Kohlenſtoffs.
daß kein Pfund von dieſem Waſſer anders als durch die Blätter verdunſte.
Nehmen wir ferner an, daß dieſes Regenwaſſer mit hu⸗ musſaurem Kalk(dem löslichſten und an Humusſäure reichſten ihrer Salze) geſättigt von den Wurzeln aufgenommen werde, ſo nimmt die Pflanze durch dieſes Waſſer, da ein Theil hu⸗ musſaurer Kalk 2500 Theile Waſſer zu ſeiner Auflöſung be⸗ darf, 300 Pfd. Humusſäure auf.
Es wachſen aber auf dieſem Felde 2580 Pfd. Getreide(Stroh und Korn, die Wurzeln nicht gerechnet) oder 20,000 Pfd. Run⸗ kelrüben(ohne die Blätter und kleinen Wurzeln). Man ſieht leicht ein, daß dieſe 300 Pfd. Humusſäure noch nicht genügen, um Rechenſchaft über den Koylenſtoffgehalt der Blätter und Wurzeln zu geben, und da man weiß, daß von dem Regen⸗ waſſer, was auf die Oberfläche der Erde fällt, verhältnißmä⸗ ßig nur ein ſehr kleiner Theil durch die Pflanze verdunſtet, ſo verringert ſich die Kohlenſtoffmenge, welche durch die Humus⸗ ſäure denkbarer Weiſe producirt, wenn man ſie mit der wirk⸗ lich producirten vergleicht, auf eine beinahe verſchwindende Menge.
Betrachtungen anderer und höherer Art widerlegen die ge⸗ wöhnliche Anſicht über die Wirkungsweiſe der Humusſäure auf eine ſo entſchiedene und zweifelloſe Weiſe, daß man im Grunde nicht begreift, wie man überhaupt dazu gelangen konnte.
Die Felder produciren Kohlenſtoff in der Form von Holz, von Heu, von Getreide und anderen Culturgewächſen, deren Maſſen außerordentlich ungleich ſind.
Auf 2500 Quadratmeter Wald von mittlerem Boden wachſen 2650 Pfd. lufttrocknes Tannen⸗, Fichten⸗, Birken⸗ ꝛc. Holz.
Auf derſelben Fläche Wieſen erhält man im Durchſchnitt 2500 Pfd. Heu.
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