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Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie / von Justus Liebig
Entstehung
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ren Natur⸗

Proeeſſen, ge Vernich⸗ erſetzungs⸗

Verwe⸗ n der Be⸗ n anorga⸗ erden, von

tabilien.

glanzen und

Verbindun⸗ aſſers, und enthalten; I, Zucker

enthält die Sauerſtoff zen in den

enſtoffs mit alten, oder cht, ſo iſt hältniß ent⸗ r verbindet.

Von den allgemeinen Beſtandtheilen der Vegetabilien. 5

Sie können demnach betrachtet werden als Verbindungen des Kohlenſtoffs mit den Elementen des Waſſers, plus einer ge⸗ wiſſen Menge Waſſerſtoff. Die flüchtigen und fetten Oele, das Wachs, die Harze gehören dieſer Klaſſe an. Manche davon ſpielen die Rolle von Säuren.

Die organiſchen Säuren ſind Beſtandtheile aller Pflanzen⸗ ſäfte und, mit wenigen Ausnahmen, an anorganiſche Baſen, an Metalloride, gebunden; die letzteren fehlen in keiner Pflanze, ſie bleiben nach der Einäſcherung derſelben in der Aſche zurück.

Der Stickſtoff iſt ein Beſtandtheil des vegetabiliſchen Eiweißes, des Klebers; er iſt in den Pflanzen in der Form von Säuren, von indifferenten Stoffen und von eigenthümlichen Verbindungen enthalten, welche alle Ei⸗ genſchaften von Metalloriden beſitzen; die letzteren heißen orga⸗ niſche Baſen.

Seinem Gewichtsverhältniß nach macht der Stickſtoff den kleinſten Theil der Maſſe der Pflanzen aus, er fehlt aber in keinem Vegetabil, oder Organ eines Vegetabils; wenn er kei⸗ nen Beſtandtheil eines Organs ausmacht, ſo findet er ſich den⸗ noch unter allen Umſtänden in dem Saft, der die Organe durchdringt.

Die Entwickelung einer Pflanze iſt nach dieſer Auseinander⸗ ſetzung abhängig von der Gegenwart einer Kohlenſtoffverbin⸗ dung, welche ihr den Kohlenſtoff, einer Stickſtoffverbindung, welche ihr den Stickſtoff liefert; ſie bedarf noch außerdem des Waſſers und ſeiner Elemente, ſo wie eines Bodens, welcher die anorganiſchen Materien darbietet, ohne die ſie nicht be⸗ ſtehen kann.