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a. Aufziehen. Dieſe Verrichtung hat nur da Statt, wo das Beziehen vor Winte r ſtattfindet; beides iſt am untern Rhein und an der Moſel unbekannt.
In Gegenden, wo der Weinſtock dem Ausfrieren unterwor⸗ fen iſt, wird er vor Winter eingegraben, oder mit Stroh und ſonſtigen Dingen bedeckt. Das Wegräumen dieſer Decke und das Wiederaufrichten der Weinſtöcke nennt man Aufziehen. Die Zeit des Aufziehens iſt der März und darf nicht länger verſchoben werden, es ſey denn, wenn Kälte noch anhielte, oder Fröſte zu befürchten wären, indem der bezogene Weinſtock weit empfindlicher dafür iſt, als der, welcher den Winter über im Freien ausgehalten hat. Außerdem verdient das frühe Auf⸗ ziehen den Vorzug, weil bei warmem Wetter die Augen unter der Decke zu treiben und bei naſſem Wetter zu faulen anfan⸗ gen. Eine vorläufige Unterſuchung bleibt deshalb nöthig.
b. Räumen könnte füglicher Wurzelſchneiden genannt werden, indem das Räumen letzteres zum Zweck hat.
Man entblößt dabei mit einer nicht zu ſcharfen Haue den Stock bis zu der Tiefe von dem erſten, und bei jungen Stöcken von dem zweiten Gliede, und ſchneidet alle daſelbſt befindliche Wurzeln ſorgfältig ab. Man ſieht dieſes Wurzelſchneiden in den meiſten Gegenden für die weſentlichſte Verrichtung bei dem Weinbau an und nimmt ſie alle Jahre, oft zwei Mal in einem Jahre, und zwar ſo lange vor, bis der Stock und ſeine Herz⸗ wurzeln vollkommen erſtarkt ſind, alſo bis zu einem Alter von 8—9 Jahren, wo ſich die Thauwurzeln größtentheils verlieren; aber auch von da an wiederholt man es von drei zu drei Jahren ſo tief, als die Haue einzugreifen pflegt, und hat be⸗ ſonders Acht, diejenigen Wurzeln alljährlich zu zerſtören, welche aus dem Kopfe oder Haupte vorbrechen.
Die Nothwendigkeit des Räumens gründet ſich theils auf die Unnützlichkeit jener Wurzeln, die als zu oberflächlich in trocke⸗ nen Sommern verdorren, bei ſtrengem Wißter erfrieren und kein Hacken leiden; theils auf die Nachtheile, welche ſie bewir⸗ ken, indem ſie den tiefern Wurzeln die Feuchtigkeit entziehen und bei dem Hacken nahe an dem Stocke hindern. Wird der Stock nicht gezwungen, ſeine Nahrung tiefer in der Erde zu
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