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Da die Wieſen nur alle vier Jahre einmal gemähet werden dürfen,— und ich glaube nicht, daß man ſo oft Gebrauch da⸗ von mache, es ſey denn, daß das Heu oder das magere Vieh ſehr theuer, oder das fette Vieh ſehr wohlfeil wäre;— ſo würde es ſchwer halten, das Vieh im Winter durchzuhalten, wenn man ſich nicht folgenden Aushülfsmittels bediente. Vor allem muß ich ſagen, daß mit den Weiden in demſelben Jahre nicht gewechſelt wird, ſondern daß das einmal darauf gebrachte Vieh ſie ſo lange inne hält, bis es verkauft wird. Daher wird im⸗ mer berechnet, wie viel Stücke eine Weidekoppel zu Fette brin⸗ gen kann. Mehr als das wird nicht hineingelaſſen. Gegen den halben Juni wird das Gras, welches das Vieh verſchmäht hat, auf einem Drittel oder der Hälfte der Weide unter dem Viehe weggemähet. Nach 4 bis 5 Wochen mähet man dann auch den zweiten und noch ſpäter den dritten Theil der Wieſe. Dadurch findet das Vieh junges, älteres und ganz altes Gras. Bei trockener Witterung wird es ſich an das junge und bei feuchter Witterung an das alte Gras halten, und dadurch bei Freßluſt und Geſundheit bleiben. Die durch das länger ſtehen⸗ bleibende Gras bewirkte Beſaamung iſt der zweite Vortheil, den man dadurch erhält. Ein dritter Vortheil endlich beſteht darin, daß man eine gute Menge Heu zum Winterfutter erübriget, und die Durchwinterung möglich und vortheilhaft macht.
V. Wieſen.
Wieſen und Weiden ſind in der Niederung gleichgeltende Worte, hier ſind alle gute Wieſen auch Weiden, und ſie ſind zum Theil nur ſo gut, weil ſie Weiden ſind. Die außerhalb des Rheindammes, alſo an dem eigentlichen Ufer gelegenen Wieſen bedürfen keiner Verbeſſerung. Der Fluß, der ſie all⸗ jährlich mit ſeinem fetten Schlamme deckt, ſorgt für alles; damit aber auch die hinter dem Damme, oder mehr landein⸗ wärts gelegenen Wieſen etwas von der Fülle erhalten, ſind kleine Schleuſen in dem Damme angebracht, welche das Waſſer im Winter bei hohem Stande einlaſſen und nach dem Ablaufe wieder ſorgſam geſchloſſen werden.
Der Heuertrag ſolcher Wieſen, wenn ſie nur alle 6 Jahre Schwerz, Landwirthſch. 11. 2—


