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Man rechnet in dem Cleveſchen nach Holländiſchen, in dem
Geldriſchen und dem Fürſtenthum Mörs nach Cöllniſchen Mor⸗ gen. Der Hollandiſche Morgen enthält 600 Rheinländiſche Ru⸗ then, gleicht alſo 3 Magdeburger Morgen 60 Ruthen; der Cöllniſche Morgen hat 150 Ruthen zu 16 Fuß, p. p. gleicht er 1 Magdeburger Morgen 50 Ruthen. In den Cleviſchen Niederungen haben die größten Höfe 60 bis 80 Holl. Morgen, wovon ⅞ Graswuchs; die Höfe von mittlerer Größe 25— 40; die kleinſten 15, 20— 24 Morgen. Auf der Höhe ſind die Höfe etwas kleiner von 40 zu 25, auch 15 Holl. Morgen. Die großen Höfe, deren es aber hier nur wenige giebt, haben ihre Aecker zuſammenliegend, und oft in Kämpe eingeſchloſſen. Die Grundſtücke der kleineren Bauern aber liegen zerſtreut im offenen Felde untereinander.
In dem Geldriſchen enthalten die größten Höfe 50 bis 100 Cöllniſche Morgen, die mittlern 25 bis 40; was darunter iſt, fällt unter die Zahl der Kätten. Die Wirthſchaften von 15 zu 25 Morgen kommen am häufigſten vor. Bis zu 15 und darüber heißt man einen Pferdebau. Diejenigen, welche weni⸗ ger beſitzen, haben in den letztern 25 Kriegsjahren angefangen, ſich, zur Vermeidung der Spanndienſte, der Ochſen zu bedienen. Die Höfe haben größtentheils ihr Areal zuſammenliegend, ein⸗ zelne Feldſtuͤcke ausgenommen.
In dem Fürſtenthume Mörs ſind die Güter in den Rhein⸗ gemeinden größer als in den mehr landeinwärts gelegenen. Da haben ſie 125 bis 150, einige wenige 3 bis 400 Cölln. Morgen, die kleinſten Höfe haben ihrer 40 bis 50; hier erſtrecken ſich die größten nicht über 75 bis 80, die gewöhnlichſten haben 50 Morgen. In jenen oder den Rheingegenden kommen gegen⸗ theils die großen Wirthſchaften am häufigſten vor. Die land⸗ einwärts liegenden Höfe haben den Vortheil, daß ihre Feldſtücke zuſammenliegen, welches in den Rheingegenden nur ſelten der Fall iſt.
In dem intereſſanten Kreiſe von Kempen beſtehen die größ⸗ ten Bauerngüter aus 100 bis 150 Morgen. Die kleinern Bauern haben nur 6 bis 10 Cölln. Morgen. Die Grundſtücke der erſten liegen zuſammen.


