Teil eines Werkes 
Erster Theil: Erster Theil
Entstehung
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es hier von Jahr zu Jahr beſſer, und die Stallfütterung iſt kein Schreckſal mehr.

Einzelne Höfe kommen ſelten vor. Bei weitem das Meiſte wird aus den Dörfern bewirthſchaftet. Ein Mann, der 70 bis 80 Magd. Morgen beſitzt, hält nicht mehr als 2 Zugochſen. Er kann alſo nur die Häaͤlfte ſeines Areals unter den Pflug nehmen und läßt das Uebrige als Dreiſche liegen. Hat ſich der Boden nach 7 bis 8 Jahren hinreichend benarbt, ſo wird der Raſen abgeplaggt und auf dem Felde ſchichtweiſe mit Miſt in Haufen geſetzt, ſpäter gepflugt, die Haufen ausgeſtreut, Roggen darüber her geſäet und eingeeggt. Dieſer Roggen ge⸗ räth ohne Widerſpruch vortrefflich; dann wird, ſo lange der Boden tragen will, 4 bis 5 mal Hafer geſäet.

Altenkirchen beſitzt in dem Bürger Butſchbach einen ſehr betriebſamen Mann. Da er eine Brennerei aus Kartoffeln hat, ſo kann er freilich auch mehr unternehmen, als manche ſeiner Nachbarn. Er gieng von dem Schlendrian ab und baut nun folgendermaßen:

1) Brache. Darauf 12 Zent⸗ ner mit Jauche gelöſchten Kalk. Dabei auch Dung, wiewohl nur die Hälfte 5) Gerſte, von dem gewöhnlichen, 6) Hafer.

Manchmal nimmt er auch im fünften Jahre Kartoffeln und geht dann wieder zu der Brache über.

Man ſäet den Roggen ſpät, damit er nicht zu frühe in die Aehren trete und durch die Frühlingsfröſte leide. Butſch⸗ bach ſäet zwar früher, um früher fertig zu werden, geſteht aber, daß ſein Roggen nicht beſſer, als der ſeiner Naͤchharn ſcheffle.

Man findet den Kalk auf ſchwerem Boden vortheilhafter als auf leichtem, indem er jenen nach Gebühr, dieſen aber uber Gebühr verkrümelt oder lockert. Durch letzteres heben ſich dann die Getreidepflanzen aus dem Boden, oder ihre Wurzeln wer⸗ den durch den Wind entblößt. Kalk tödtet das Unkraut; Aſche

gegentheils befördert den Wuchs deſſelben, daher letztere auf Schwerz, Landwirthſch.

2) Roggen, 3) Klee, 4) Kartoffeln,