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Anſicht dar, welche das Herzogthum Limburg gewährt. Alles Feld liegt in kleinen Kämpen, die nicht mit Erdwällen, ſondern mit ganz niedern Hecken, Zäunen und Einfrechtungen verſehen ſind, ohne daß auch nur ein einziger Baum oder Strauch die Ausſicht unterbreche.
Hier iſt zwar auch Dreiſchwirthſchaft wie zu Halwer, allein die Dreiſche iſt ſchon veredelt, und das Ganze geht in eine Vieh⸗ oder Weidewirthſchaft über.
Die Umgebungen von Iſerlohe, Hagen und Gegend haben mehr oder weniger die nämliche Feldeintheilnng und Cultur.
Die Angabe ihrer Fruchtfolge wird anzeigen, daß wir hier einen
ganz andern Boden und ein anderes Clima vor uns haben, als die, welche wir bisher durchwandert ſind.
Man hat in dieſen Thälern des Bodens nicht zu viel, ſondern Gegentheils viel zu wenig. Der Gewerbfleiß der Ma⸗
nufakturen und Fabriken, der ſich von hier aus bis Elberfeld
fortzieht, ſorgt für die Bevölkerung, und dieſe läßt nicht gerne ein Plätzchen Grund unbenutzt. Die ſchönen Wieſen und Fett⸗ weiden an der Ruhr und Lenne kommen der Gegend kräftig zu Hülfe. Der durch mehrere Kunſtſtraßen beförderte Verkehr zwi⸗ ſchen den Menſchen, und die dadurch erleichterte Zu⸗ und Ab⸗ fuhr aller Produkte ergänzt alles Uebrige.
Die Landwirthe wohnen theils in Doͤrfern zuſammen, theils in zerſtreuten Höfen umher. Kleiner, als ſie ſind, dürften die Wirthſchaften nicht werden. Mehr Arbeit als für 1 oder 2 Pferde hat man ſelten, ſehr oft weniger. Nebenbei läßt ſich mit Nebenfuhrwerk mancher Groſchen verdienen.
Ich fand bei Iſerlohe folgenden Fruchtwechſel:
1) Brache, gedüngt mit 5 ein⸗ 2) Roggen, ſpännigen Fudern auf jede 3) Klee,
25 ſechszehnfüßige Quadrat⸗ 4) Hafer,
ruthen, 5) Hafer. Oder: 1) Rüben oder Kartoffeln, ge⸗ 2) Sommergerſte oder düngt mit 6 Fudern auf 25 Roggen, dergleichen Ruthen, 3) Erbſen, 4) Hafer.
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