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durch Kalk und Mergel, woran es in dieſen Gegenden nicht fehlt. Mit ihrer Beihülfe wird die wenige Gewäͤchserde, die der Thon bekanntlich länger an ſich hält als der Sand, völlig zerſetzt und durch die Vegetabilien ausgeſogen. Und wenn der Boden dann am Ende ganz ausgemergelt iſt, was wird aus ihm werden? Uns ſind Aecker bekannt, welche dadurch ſchon ſo erſchöpft ſind, daß ſie nicht mehr die Koſten der Beſtellung tragen können, und worauf ſelbſt der aus Noth aufgebrachte Miſt keine Wirkung mehr zu äußern ſcheint. Dabei haben die Vöhdelande noch eine Menge Nachtheile für die Ackerwirthſchaft ſelbſt zur Folge— Ungleichheit des Areals, der Arbeit, der Früchte, des daraus erzeugten Düngers, und daher das feh⸗ lende Gleichgewicht zwiſchen allen Theilen. Es gibt hier Höfe, welche, wenn ſie nicht gerade in zwei Vöhde⸗Fluren gleichmäßig betheiligt ſind, in den erſten 4 Jahren nur für 2 Pferde Arbeit haben, und in den folgenden 4 Jahren kaum mit 6 Pferden zureichen, die alſo bald Vieh an⸗ und bald wieder verkaufen müſſen; die einmal zu viel und das andere Mal zu wenig Futter, Stroh, Dung und arbeitende Kraft beſitzen. Wo bleibt unter ſolchen Umſtaͤnden der reine Ertrag?
Die Benutzung der Weideberechtigten ſteht ihrerſeits eben⸗ falls in keinem Verhältniſſe mit der Ausdehnung und Güte des Bodens. Ein Boden, der nach vier ungedüngten Aerndten oder nach ſechs Aerndten bei einer, wie man denken kann, kar⸗ gen Düngung zu Gras niedergelegt wird, wie kann der ſich benarben? Selbſt da, wo man noch ein Uebriges thut, und in dem letzten Jahre Kleeſaamen über das Getreide wirft, geſtand man mir, daß die Kühe in den erſten zwei Jahren eine befrie⸗ digende, im dritten Jahre eine knappe, und in den drei letzten Jahren eine völlig leere Weide fänden. Di ieſe letzten drei Jahre ſind alſo für den Siaat und die Menſchheit verloren. Man treibt das Vieh auf, mehr, um es nicht hungern zu ſehen, als ſeinen Huͤnger zu ſtillen. Indeſſen entblößt ſich der Boden, oder deckt ſich mit Diſteln, Moos und allen erden klichen Un⸗ kräutern. Selbſt der von dem Vieh verlorne D Dung kann ihm nicht frommen. död Kraut und Gras nicht geſchützt, dörret ihn die brennende Sonne, verwäͤſcht ihn der Regen, zerſtöͤren
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