Erſter Abſchnitt.
Mehr allgemeine bäuerliche und landwirthſchaftliche Verhältniſſe.
I. vVertheilung des Grundeigenthums.
Die Landwirthe in Weſtfalen wohnen einzeln auf abgeſon⸗ derten Höfen, deren Gründe mehrentheils in Kämpe(Koppeln) vertheilt, mit Hecken und Wällen eingeſchloſſen, ein feſtes Erbe bilden, und als ein ſolches von einer Generation zu der an⸗ dern ſchon ſeit Jahrhunderten unzertheilbar übergehen. Daß dieſer ganze Theil von Weſtfalen im Urſprunge auf eine ſolche Weiſe vertheilt war, leidet keinen Zweifel, und es beweiſen ſolches noch einige Städte, welche auf dem Grund und Boden ſolcher eingezogenen Haupthöfe erbauet worden ſind.
Der eigentliche weſtfäliſche Bauer oder Colonus wohnt alſo in der Mitte ſeiner Beſitzungen, und ſein Hof oder Erbe bildet ein rundirtes Ganze, das durch ſeine iſolirte Lage ſich mancher Vortheile freuet und unter manchen Nachtheilen leidet. So nützlich das Einzelnwohnen der Bauern iſt, wo jeder ſeine Grundſtücke um ſich hat, wo jede Familie, auf ſich ſelbſt be⸗ ſchränkt, fern von dem Beiſpiele des Böſen,— das immer


