Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1821) Lehrbuch der Landwirthschaft. Zweiter Band
Entstehung
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10. Die Summe der Grundrente muß auf alle Theile des zur Wirthſchaft gehörigen Grund und Bodens nach Verhaͤltniß des objektiven und ſubjektiven Werths derſel⸗ ben vertheilt werden.

11. Die Zinſen für die fahrende Habe, mit Aus⸗ nahme des Viehes, ſo wie die Steuern werden nach dem gleichen Verhaltniß, wie die Grundrente, über den Bo⸗ den vertheilt.

12. Den verſchiedenen Aeckern, oder auf denſelben gebauten Früchten, ſo wie den Futter⸗ und Handelspflan⸗ zen wird außer dieſem die von eigenem und fremdem Vieh und Menſchen geleiſtete Arbeit, und der ihnen zugeführte Dünger angerechnet.

Wir haben bereits früher angegeben, wie der Geldwerth eines Arbeitstages von Vieh und Menſchen auszumitteln ſey(§. I. A. a. 8. und b. 24). Auch haben wir früher(B. 3. 2) unſere

Anſicht über den Werth des Düngers entwickelt, und berufen uns

hier, um Wiederhohlungen zu vermeiden, darauf.

13. Weil aber der auf den Acker gebrachte Dünger nur allgemach, nach Verhältniß der Beſchaffenheit desſel⸗ ben, der Früchte, die man kultivirt, der Kultursart, des Klima und Bodens verzehrt wird: ſo muß den Fruͤchten, die auf demſelben Acker abwechſeln, ein dieſen Umſtänden angemeſſener Theil der Düngerkoſten zugerechnet werden. (Siehe B. 2. 5.)

Wir führen z. B. auf ein Joch Ackerland 400 Zentn. Dün⸗ ger, die 30 Metzen Rocken werth ſind. Auf dieſen Acker wollen wir Mais, Gerſte, Klee und Weitzen bauen: ſo müſſen wir dem

Mais, der das größte Produkt liefert, weil er den thieriſchen

Theil des Stalldüngers ganz, und von dem vegetabiliſchen einen großen Theil konſumirt, die Hälfte des Düngerwerthes zur Laſt ſchreiben, um ſo mehr, weil durch das Behacken und Behäufen auch viel verflüchtiget wird; der Gerſte kommt ½, dem Klee v, und dem Weitzen ½¼1 zur Laſt.

1. Jahr: den Werth von 15 Metzen Nocken.

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