Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1821) Lehrbuch der Landwirthschaft. Zweiter Band
Entstehung
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IV

und zu mangelhaft behandelten, wodurch der Schüler, oder der, welcher ſich des Lehrbuches zur eigenen Be⸗ lehrung bedient, keine vollkommene und überzeugende Kenntniß, weder über die eigenthümliche Pflege noch über den Ertrag der Pflanzen und thieriſchen Produkte erhält. Wenn ich überall den Gewährsmann der Erfahrungen und Beobachtungen anführe, ſo gewinnt die Angabe an Zutrauen; und wenn das mannigfal⸗ tige Kultursverfahren kritiſch dargeſtellt iſt: ſo erhält

der ausübende Landwirth dadurch den richtigſten Maß⸗ ſtab, den Grad der Vollkommenheit ſeines eigenen

Verfahrens zu prüfen; er ſieht, wie viel ihm noch mangelt, um es bis zu dem Erträgniſſe anderer Län⸗ der zu bringen, oder auch wohl, um wie viel er ſie übertrifft. 3

Was den zweiten Fall betrifft: ſo habe ich in

dem Werke ſelbſt die Urſachen dieſes Verfahrens näher angegeben. Ich wollte nur ein Lehrbuch der Landwirth⸗ ſchaft entwerfen, in ſo ferne dieſe aus den beiden untrennbaren Hauptſtücken derſelben, dem Ackerbaue und der Viehzucht, beſteht; und weil ich Gartenbau, Obſtzucht, Weinkultur, Forſtkunde, Hopfenbau, Sei⸗ denwürmer und Bienenzucht als abgeſonderte, für ſich beſtehende Theile der Landwirthſchaft betrachte, die größten Theils auch als ſolche gelehrt und behan⸗ delt werden, und die nur in einem geringen, oft gar keinem Verbande mit der eigenthümlichen Landwirth⸗ ſchaft ſtehen: ſo glaubte ich ſie um ſo füglicher über⸗ gehen zu können, als ich mich ſonſt in ein zu weites Feld hätte einlaſſen müſſen, welches dem Zwecke der

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