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Ein Kaſten, der 25 lang, und 4“ hoch und breit iſt, faßt 200 Metzen Getreide. Solcher Käſten hat man mehrere in dem gewölbten Theile des Hauſes, wo ſie vor Feuer und Dieben
geſichert ſind.
21. Unter der Erde kann das Getreide nur da aufbewahrt werden, wo man Gelegenheit hat in einem dichten, waſſerhaltenden Thon birnförmige Löcher zu gra⸗ ben, die man ausbrennt, mit Stroh auskleidet, mit trock⸗ nem Getreide vollfüllt, und mit Erde ſchließt. Es iſt dieß offenbar die leichteſte, mindeſt koſtſpielige, und ſicherſte Art ſein Getreide aufzubewahren, weil es vor Näſſe und Feuer, vor Thieren und Menſchen völlig geſichert iſt.
In den Ebenen von Ungarn, Pohlen und Ruß⸗ land, ſo wie in den ſüdlichen Ländern, Spanien und Ita⸗ lien, ferners im ganzen Orient iſt dieſe Art das Getreide aufzubewahren die uͤblichſte, meiſtens auch die einzige. Wenn man Sorge trägt, daß die Mündung nicht ſowohl waſſerdicht geſchloſſen, als auch durch eine Erhöhung das Waſſer von der obern dünneren Schichte der Gruben abgeleitet wird, und der Thon hinlänglich dicht iſt, ſo daß auf keiner Seite Feuchtigkeit eindringen kann; ſo iſt dieſe Art der Aufbewahrung gewiß ſehr vorzüglich. Mehr hierüber kann man leſen in Simond's tos⸗ kaniſcher Landwirthſchaft.
22. Aus dieſem erhellet, daß für große Wirthſchaf⸗ ten eigene, zur Aufbewahrung des Getreides errichtete Gebaͤude nothwendig ſeyen, daß aber in mittelgroßen und kleinen Wirthſchaften, wo das Holz nicht zu theuer, Ge⸗ treideſchreine; in Thongegenden aber unterirdiſche Gru⸗ ben die zweckmäͤßigſten Aufbewahrungsörter des Getrei⸗ des ſeyen.
Ende des erſten Theiles.
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