Teil eines Werkes 
Erster Band (1819) Lehrbuch der Landwirthschaft. Erster Band
Entstehung
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weniger ſorgfältige oder gelungene Vorbereitung des Ackers be⸗ ſtimmt, und je vollkommener und zweckmäßiger dieſelbe durch Pflug, Egge und Extirpator vollführt worden iſt, je geringer iſt die Menge des Unkrautes überhaupt, und des Wurzelunkrau⸗ tes insbeſonders⸗

2. Die Vertilgung des Unkrautes geſchieht, indem wir daſſelbe mit den Händen ausziehen, oder mit der Hand ⸗oder Pferdehacke zerſtoͤren, oder beim Anhäufen mit Erde überſchütten und erſticken.

3. Die erſtere Art nennt man im nächſten Sinne das Jaͤten. Sie iſt die koſtſpieligſte Art die Saaten zu reini⸗ gen, und man muß ſich daher möglichſt beſtreben jene Pflanzen, die nicht durch das Behacken und Behäufen gejätet werden können, nur in einen ſolchen Boden zu brin⸗ gen, der durch eine ſehr ſorgfältige Bearbeitung vom Un⸗ kraut möglichſt befreiet worden iſt.

4A. Der Nutzen des Jätens beſteht darin, daß alle jene Pflanzen vertilgt werden, die der Saat oder Pflan⸗ zung dadurch hinderlich ſind, daß ſie ſich des Raumes ſo⸗ wohl als der Nahrung bemächtigen, der ſür die letzteren nur beſtimmt iſt.

Das Unkraut beſteht meiſtens in fremdartigen Pflanzen, die ſich im Boden durch eine vernachläßigte Kultur fortpflanzen, oder deren Samen durch den Wind hineingebracht worden, oder es wirken auch wohl die hinein geſäeten Pflanzen dem Unkraute ähnlich, durch ihren zu dichten Stand. Wenn die Pflanze nicht gehörigen Raum zur Verbreitung ihrer Wurzeln hat; ſo kann ſie nur ſchmächtig bleiben, weil ſie nur wenig Nahrung mit wenigen Wurzeln in einem beengten Naume einſaugen kann. Wird die Pflanze in der Entfaltung ihrer Blätter gehindert durch einen zu dichten Stand oder durch Unkraut, ſo wird der Stängel ſpindlig, und drängt ſich in die Höhe, büßt aber dafür die Stärke und Geſundheit ein. Wird die Pflanze durch das ſchneller wachſende Unkraut überwachſen, und in Schatten geſetzt; ſo wird ſie bleichſüchtig, krank und kümmernd. Endlich erwär⸗ met ſich der unkrautige, zu ſehr bewachſene Boden weniger, und er wird durch daſſelbe eines großen Theiles der Nahrung be⸗