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Erster Band (1819) Lehrbuch der Landwirthschaft. Erster Band
Entstehung
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14. So lange man nicht Saͤemaſchinen hatte, konnte die Pferdehacke nicht auf die Kultur der in engeren Zwi⸗ ſchenräumen wachſenden Getreidearten angewendet werden; mit der Erfindung dieſer Werkzeuge dehnte man die Pferde⸗ hackenkultur auch auf dieſe aus.

15. Zu dieſem Behufe wird das Getreide nach dem Verhältniſſe der Güte des Bodens in 8 bis 10zöllige Rei⸗ hen eingeſäet, und wenn die Pflanzen eine angemeſſene Größe erlangt haben, werden die Zwiſchenräume der Saat⸗ reihen mit der Pferdehacke durchgefahren, welche Arbeit ſpäterhin, wenn dies nöthig ſeyn ſollte, noch einmal wieder⸗ hohlt wird.

16. Die Vortheile dieſer Kultur beſtehen in dem Nu⸗ tzen der Maſchinenſaat, und in dem Nutzen, welchen das Behacken, d. h. das Lockern der Erde, und die Vertilgung des Unkrautes den Pflanzen gewährt. Sie ſind von ſelbſt einleuchtend, und durch eine große Menge von Erfahrun⸗ gen beſtätiget. Indeſſen macht die Drillwirthſchaft bei der Kultur des Weitzens, Rockens, Hafers und der Gerſte nur geringe Fortſchritte, weil ſie mehr als gewöhnliche Auf⸗ merkſamkeit, größern Verſtand, mehr Thaͤtigkeit, und auch mehr Vorauslagen erheiſcht, als man in den allermeiſten Fällen auf den Betrieb des Ackerbaues verwendet.*

Daß die Drillwirthſchaft nicht eine eitle und keiner vor⸗ theilhaften Anwendung fähige Spekulation müßiger Köpfe ſey, beweiſen die 2000 Cvokeſchen Säemaſchinen, die bis zum Jahre 1797 in England im Gebrauch waren. Rechnet man hiezu die Ducketſchen, und übrigen Maſchinen; rechnet man die neuere Zeit hinzu, ſo mögen in jenem Inſelreiche wohl 4000 Drillwirthſchaften vorhanden ſeyn. In den geſammten öſterreichiſchen Staaten iſt meines Wiſſens der Herr Dr. von Hopfen zu Idolsberg in Unteröſterreich der ein⸗ zige Landwirth, der ſeine Halmfrüchte drillt und behackt. Wir dünken uns ſchon gewaltige Fortſchritte gemacht zu ha⸗ ben, daß wir etwa mit 50 Fellenbergiſchen und 20 Ugazyſchen

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