Teil eines Werkes 
Zweyter Theil, erste Abtheilung (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

hri⸗

18 da, Ain w

I ſe is nalhe, 2 Af 18 mehr i Lin

rriachen 3 hner. (500 S5 d 1 lſat E ufer

Eda, inorttitt tinn dem

u ge⸗

¹ cj auf

W

555 gelagert wird, damit man ſie vor dem Modrigwerden oder Ver⸗ ſtocken bewahre, welches ſie verderbt, und werthlos macht. Ein trocknes, feuerfeſtes Gewölbe iſt dafür am ſchicklichſten; man legt darin die unterſten Säcke auf untergelegte Hölzer, und nicht auf den feuchten Boden. Man kann dießfalls nicht vorſichtig genug ſeyn; denn wenn man einen Sack Wolle auch nur mehrere Tage auf trockener Erde liegen läßt, ſo fängt ſie ſchon an zu müchteln und morſch zu werden.

687. Auch muß man ſie vor Ratten und Mäuſen, beſon⸗ ders vor den gefährlichen Motten(Phalaena tinea), welche durch ihre Gefräßigkeit großen Schaden anrichten können, zu ſichern ſuchen. Man erkennt die Gegenwart dieſes Inſectes theils an den herumfliegenden Motten, theils an den kleinen, rauhen, eckigen, grauen und ſchwärzlichen Körnchen, welche man darauf findet, theils an den kleinen Scheiden der Puppen.

688. Schwefelrauch iſt als ein zerſtörendes Mittel dagegen gefunden worden. Auch können ſie den Geruch von in Kien- oder in Terpentin⸗Ohl eingeweichtem Papier, das man zwiſchen die Wollſäcke legt, nicht vertragen. Man nehme zu dieſem Behufe einen Theil Terpentin⸗Ohl und zwey Theile Weingeiſt, und miſche Beydes wohl unter einander. Hiermit befeuchte man ein Papier, oder einen wollenen Zeug, und ſtecke ſolchen zwiſchen die Woll⸗ ſäcke. Der ſtarke Geruch tödtet die Motten(auch Wanzen und Flöhe) und macht ihre Eyer zerplatzen. Ganz neuerlich hat man die Entdeckung gemacht, daß dieſes gefährliche Ungeziefer den ammoniakaliſchen Geruch nicht vertragen kann, weßhalb die Pelz⸗ händler in Rußland mit ſicherm Erfolge ihre koſtbarſten Pelze in trocknen Gemaͤchern verwahren, in welche mittels Röhren aus dem Abtritt dieſer Geruch geleitet werden kann.

689. Die Wolle widerſteht in ihrem Fette laͤnger, als im rein gewaſchenen Zuſtande, dem Verderben, indem ihr natürliches Ohl und das beywohnende Kali die Inſecten abhält, und das Fett ihr zugleich Nahrung gibt, daß die Wolle nicht ſpröde und II. 25