Teil eines Werkes 
Zweyter Theil, erste Abtheilung (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

552 alle Schlacht- und Sterblings⸗Wolle muß ſorgfältig von der übri⸗ gen abgeſondert, und jede Sorte allein verpackt werden.

684. Die Schwere des Sackes mit den Stricken, die, wenn er fertig iſt, einmahl in die Länge und zweymahl in die Quere darum geſchlungen werden, iſt ſo einzurichten, daß ſie circa 4 Procent von dem Brutto⸗Gewicht des Sackes ausmache, welches die handelsübliche Tara für die mähriſche Wolle iſt. Auf ein halb Pfund weniger kann dabey nicht geſehen werden, mehr aber darf ſie nicht haben. Die handelsübliche Tara iſt in Wien 5 Pfd. pr. Sack; in Frankfurt a. M. 4 Procent; in Aachen und bey den meiſten Fabricanten wird die Tara rein berechner. Ein gewöhnlicher wohlgetretener Wollballen wiegt 250 und 300 Pfund, und der leere Sack mit dem Stricke 8 Pfd. Es iſt das Beſte, wenn die Tara mit oder ohne Strick auf dem Wollſack genau bemerkt wird, dann kann ſich ſowohl Käufer als Verkäufer darnach richten.

685. Statt der Nahmen: Electa⸗, Prima⸗, Secunda⸗, Tertia⸗Wolle, wie es anderwärts, wo die Wolle ſchon ſortirt wird, gebraͤuchlich iſt, ſchreibt man bey uns gewöhnlich nebſt dem Nahmen der Herrſchaft und der Schäferey, wo die Wolle ge⸗ wachſen iſt, die Gattung der Wolle mit ſchwarzer Ohlfarbe auf die Säcke; z. B.:

Herrſchaft N. Schäferey N.

II. oder III. Claſſe ꝛc. Sporco: 254 Pfd. Tara: 4 Pfd. Netto: 250 Pfd.

Drey und vierzigſtes Capitel. UÜber die Aufbewahrung der Wolle.

686. Bey dem Aufbewahren der Wolle iſt darauf zu ſehen, daß ſolche an einem trockenen, ja nicht feuchten, dumpfigen Orte

ge⸗ in Wi eine

Be