Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1785)
Entstehung
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192 Sechſte Abhandlung.

20. Betrachtungen uͤber die Dauerhaftigkeit der Hoͤl⸗ zer in Anſehung ihrer Farbe und der Einwirkung des Lichts auf dieſelben.

Aus dem Geſagten erhellet, daß die harzigſten Hoͤl⸗ zer, welche die haͤrteſten ſind, nicht allezeit am ſtaͤrkſten vom Lichte angegriffen werden, weil dieſes Harz im aus⸗ ziehbaren Theile feſtſitzt. Hieraus ſolgt, daß da Farbe und Dauerhaftigkeit von dieſen zwei Beſchaffenheiten abhangen; das dicht nur in ſo fern in Verhaͤltniß mit ihnen ſtehen kann, als dieſe beiden Beſchaffenheiten wohl beſtimmt ſind.

Ueberhaupt ſind die weißen Hoͤlzer die leichteſten und lockerſten; der Splint, oder der der Rinde zunaͤchſt liegen⸗ de Theil iſt auch der minder harte und in einigen Baͤumen der weißeſte Theil.

Die Haͤrte ſteht mit der Farbe meiſtentheils in dem Verhaͤltniſſe, wie Weiß zu Roth und Roth zu Schwarz, doch machen das Buchsbaumholz, welches ins Gruͤnliche faͤllt, und das Stechpalmenholz unter den weißen und das Pflaumenbaumholz unter den rothen Hoͤlzern Aus⸗

nahmen.

21. Betrachtungen uͤber die faulen Hoͤlzer und uͤber das Mark.

Verfaulte Hoͤlzer, die in Staub zerfallen, und deren Farbe das Licht nicht weiter aͤndert, faͤrben den Wein geiſt, in den man ſie legt, faſt gar nicht weiter gelb. Ich habe bemerkt, daß dieſe Hoͤlzer ſich in dieſem Zuſtande beſinden, weil der im Harze vorhandene phlogiſtiſirte Theil ſich zerſtreuet hat. Da aber dieſe Hoͤlzer, wenn ſie dieſen Zuſtand beinahe erreicht haben, leuchten; ſo ſcheint es, daß das Brennbare, welches ſich zerſtreuet und mit der Saͤure des Harzes verbunden bleibt, alsdann mit ihm

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