Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1785)
Entstehung
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18² Sechſte Abhandlung.

einer duͤnnen Bleiplatte bedekte und der naͤmlichen Waͤr⸗ me ausſetzte, verglich, ſo daß ich die Schlußfolgerung nicht habe hezweifeln koͤnnen.

Es folgt alſo hieraus deutlich, daß der holzige Theil der Pflanzen der iſt, welcher unter allen ihren Theilen in ſeiner Farbe vom Lichte am meiſten veraͤndert wird, und dann, daß das alteſte Holz am ſtaͤrkſten angegriffen wird.

14. Von der natuͤrlichen Beſchaffenheit des Theils an Pflanzen und an Hoͤlzern, der vom Lichte veraͤndert wird.

Alle Theile der Pflanzen, und beſonders der Hoͤl⸗ zer, ſind aus zwei Materien zuſammengeſetzt, die vor mehrern andern ſehr bemerkungswuͤrdig ſind: die eine iſt im Waſſer aufloͤsbar, und man nennt ſie ausziehbar (extractiue), die andre iſt im Weingeiſte aufloͤslich und heißt harzig(relineuſe), oder harzig⸗ ausziehbar (refino-extrsctive). Die von mir bereits beſchriebenen Verſuche zeigen, daß der harzige Theil vom Lichte am meiſten veraͤndert werden muß, weil der holzige Theil, der am harzigſten iſt, auch der iſt, deſſen Farbe durch die Einwirkung des lichts am ſtaͤrkſten veraͤndert wird; da aber eine Wahrnehmung kein Beweis iſt, ſo habe ich die Gewißheit meiner Muthmaßung zu beweiſen geſucht.

Legt man in rectificirten Weingeiſt Berberisbeerholz,

das aber in ganz duͤnne Stuͤckchen zerſchnitten ſeyn muß, damit es der Weingeiſt recht durchdringen kann, er⸗ neuert ihn ſo lange, bis er vom Holze nicht weiter gelb gefaͤrbt wird, und bis das Holz ſelbſt eine graue Farbe angenommen hat, nimt es hierauf aus dem Weingeiſte heraus, läßt es troknen, legt es dann nach meiner ge⸗ woͤhnlichen Methode, in die Sonne, ſo daß man einen Theil

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