180 Sechſte Abhandlung.
nahe eben ſo ſehr, als andre, veraͤndert; wenn ſie aber ganz in Staub zerfallen, dann leiden ſie gar keine, oder doch ſehr geringe, Veraͤnderung.
13. Welches iſt der Theil des vegetabiliſchen Koͤr⸗ pers, der vom Lichte veraͤndert wird?
Man weiß, daß die abgeſchnittenen Blaͤtter im Sonnenlichte bleichen. Ich habe dies beobachtet, und die Urſache davon geſucht anzugeben. Die Fruͤchte fau⸗ len ebenfalls, wenn ſie, nachdem ſie zur Reife gekommen, dem Sonnenlichte ausgeſetzt bleiben, und verlieren dabei ihre Farben. Dies iſt aber das nicht, was wir hier zu unterſuchen haben; ſondern ich wuͤnſche zu entdecken, wel⸗ ches die feſten Theile der dem Lichte ausgeſetzten Pflanzen ſind, welche die an den Hoͤlzern wahrgenommene Veraͤn⸗ derung erleiden. Sonach habe ich mich nur damit abge⸗ geben, die Theile zu beobachten, welche mit den Hoͤlzern analogiſch ſind, oder welche dazu zu gehoͤren ſcheinen.
Zuerſt betrachtete ich
1) Die Rinde, und beſonders die vom Berberis⸗ beerholze. Ich beobachtete bei dieſen Verſuchen eben das Verfahren, als wie bei jenen mit den Hoͤlzern. Ich be⸗ merkte alſo, daß der braune Theil der Rinde und ihr Ober⸗ haͤutchen vertrokneten, wenn ich ſie der Sonne ausſetzte, daß Letztere nach mehrern Stunden keine andre Veraͤn⸗ derungen in ihnen hervorbrachte, als ſolche, die aus dem Vertroknen der Rinde und des Oberhaͤutchens entſtehen konnten, daß aber Leztere nach Verlauf ziemlich langer Zeit ausbleichten und ſich blaͤtterten.
2) Das Zellgewebe der Rinde ward, ſo lange es feucht war, in ſeiner Farbe nicht veraͤndert; ſo bald es aber
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