178 Sechſte Abhandlung.
vegetirt haben, ein eben ſo gelbes Zellgewebe, als die daran haͤngenden bleichſuͤchtigen Blaͤtter.
Ich muß noch beifuͤgen, daß wenn man die Rinde auf dem Holze liegen laͤßt, das man mittelſt des die Rinde durchdringenden Lichts faͤrben will, der Verſuch bald aufhoͤrt, buͤndig zu ſeyn; weil, wenn die Rinde trocken wird, ſie ſich nicht mehr genau an das Holz, auf das man ſie legt, an⸗ ſchließt, ſon dern ſie bekoͤmmt Riſſe, ſpringt auf und ſchrumpft zuſammen. Sonach wirds alsdann faſt unmoͤglich, aus dem, was ſich, dieſen Gegenſtand Betreffendes, beobach⸗ ten laͤßt, einen buͤndigen Schluß zu folgern.
11. Von der Wirkung des durch mehrere in ver⸗ ſchiedenen Entfernungen von einander an⸗ gebrachten Glastafeln durchfallenden Lichts auf die Hoͤlzer.
Man muß ſich hier an die Beſchreibungen des zu dieſen Verſuchen von mir ausgeſonnenen Kaſtens erinnern, oder ſie im iſten Abſchnitte wider nachleſen. Er ward 3 Monate lang der Sonne ausgeſetzt und ich beobachtete anhaltend die Einwirkung des dichts auf ihn. Folgen⸗ des ſind meine Wahrnehmungen:
1) Der untere, dem Lichte unmittelbar blosgeſtellte Theil dieſes Kaſtens, ward braun.
2) Der Theil des Tannenholzes, welcher hinter der erſten Glastafel liegt, war faſt eben ſo gelb geworden, als jener der unmittelbaren Wirkung des Lichts ausgeſetz⸗ ter, und die folgenden Theile waren immer um ſo min⸗ der gelb oder vom(ichte veraͤndert, als es durch eine groͤſ⸗ ſere Anzahl von Glastafeln von ihm abgehalten worden
war, aber auch der Theil vom Tannenholze, welcher hin⸗ ter
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