Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1785)
Entstehung
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Vom Einfluſſe des Sonnenlichts ꝛc. 7

niſation anzeigt. Es iſt moͤglich, daß dieſe ſcheinbaren Koörnchen Blaͤschen ſind, ſo wie jene im Zellgewebe der Biaͤtter, doch habe ich dies nicht beobachten koͤnnen, ſie

Zaben wir ſogar ziemlich feſt zu ſeyn geſchienen.

Jede dieſer Faſern erſcheint als eine Roͤhre oder vielmehr als eine Keite von Luftbläͤschen, die ohne Zwei⸗ fel untereinander zuſammenhaͤngen, ſo wie die Blaͤschen des Zellgewebes. Man nimmt darin eine ſehr feine Fluͤßigkeit wahr, beſonders laͤßt ſich dieſe Organiſation in den gallertartigen Grasledern, welche groͤßer ſind, un⸗ terſcheiden. Man kann ſogar die kuſt aus dem untern Ende dieſer Roͤhren oder Faſern, wenn ſie zerbrochen

ſind, herausfahren ſehen, wenn man ſie unter Waſſer in der Sonne beobachtet; durch eine recht ſtarke Linſe und mit dieler Aufmerkſamkeit wuͤrde man ſogar die Blaſe, die ſich bis zur Oefnung, welche ihr den Ausgang verſtat⸗ tet, fortbewegt, verſolgen, und alsdenn ſich an Beobach⸗

tung des Wiederzuſammenfließens dieſer kleinen Blaͤs⸗ chen, das oͤfters an dem oberſten Ende der Faſer vorgeht, und die groͤßer gewordene Blaſe ſich loszureiſſen zwingt, vergnuͤgen koͤnnen. Dieſe Blaͤschen nimt man beſonders um die kleinen gruͤnen Klumpen herum, aber noch mehr an den kleinſten Faͤſerchen wahr.

Dieſe Faſern oder Haͤlmchen, deren oberes Ende vom Gewebe los iſt, laſſen ſich leicht trennen, wenn man ſie im Waſſer bewegt, und dies iſt auch die Art, wie ſie ich vermehren. Da aber dieſe Pflanze ſehr geſchwind in Gefaͤßen zum Vorſchein koͤmmt, wo man gar keine vermuthet; ſo wuͤrde ſich doch daraus, daß dieſe Pflanze in Gefaͤßen mit Waſſer, worein man etliche ſolche Fa⸗ ſern gethan, zum Vorſchein koͤmmt, nicht auf ihre Er⸗ zeugung aus ſolchen Faſern der Schluß machen laſſen. Sich davon zu vergewiſſern, muß man die Faſer in die Brennweite einer recht ſtarken Loupe bringen und ihre Entwickelungen verſolgen, um gewiß zu werden, daß ſich

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