Teil eines Werkes 
Erster Theil (1785)
Entstehung
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Vom Einfluße des Sonnenlichts:ꝛc. 7

Hales bediente ſich eines lockern Gewebes von Zwirn, an dem er die leeren Zwiſchenräume maß; aber ein ſol⸗ ches Werkzeug konnte weder bequem, noch richtig ſeyn.

Beim Gebrauche des meinigen legt man das Blatt

von den Pfla zen, deſſen Oberflaͤche man ausmeſſen will,

zwiſchen die beiden Glastafeln und bringt dieſe durch die Stellſchrauben in ihre Lage, worauf man mit Bequemlich⸗ keit die Menge der Quadratlinien, welche das Blatt enthalten mag, zaͤhlen kann.

Damit ich die verſchiedenen Lichtſtrahlen nach meinem Belieben einfallen laſſen und von ihren prismatiſchen Schattirungen ſo viel als moͤglich, Gebrauch machen koͤnnte, habe ich mir aus einem ganz weißen und ſehr duͤnnen Glaſe ſehr geraͤumige Flaſchen blaſen und daran den Boden in den Bauch hineindrucken laſſen. Da⸗ durch habe ich im Boden einen Raum, von 9 10 Zoll in der Hoͤhe und 4 5 Zoll im Durchſchnitt ſeiner Grund⸗ flaͤche erhalten, ſo daß ich verſchiedene Sachen, ſo⸗ gar kleine Geſchirre mit kleinen Pflanzen in freier Luft nach Gefallen in dieſen Raum ſtellen konnte. Drauffuͤllte

ich meine Flaſche mit der gefaͤrbten Feuchtigkeit, die mir

zu der Schattirung, die ich verlangte, die dienlichſte war und da die gefaͤrbte Feuchtigkeit zwiſchen dem hin⸗ eingedruckten Boden und den Seitenwaͤnden der Flaſche enthalten war; ſo wurden die unterm Boden beſind⸗ lichen Koͤrper beſtaͤndig von der Schattirung erleuchtet, die ich noͤtig hatte. Der Karmin gab mir die rothe, das Lackmus die violette, und die Gelbwurz(Cur⸗ cuma longa Linn.) die gelbe Farbe.

Dieſe Flaſchen aͤhneln ſehr jenen, mit denen die Ta⸗ ſchenſpieler auf einen Augenblick das Blendwerk machen, als ob ein Vogel oder ein Kaninchen, die unter den Bo⸗ den geſezt ſind, bei den Fiſchen lebten, die in dem zwi⸗ ſchen den beiden Waͤnden der Flaſche vorhandenen Waſ⸗

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