4 Erſte Abhandlung.
nen. Eine Beſchreibung derſelben iſt daher nothwendig und zwar um ſo mehr, weil ſie in gewiſſem Maaße von denen, die man bei dieſen Verſuchen gewoͤhnlich braucht, verſchieden ſind, und weil ſie mir in ihrem Gebrauch bequemer und in den Reſultaten, die ſie geben, richtiger zu ſeyn ſcheinen.
Statt der cylinderfoͤrmigen Glocken, aus denen man die Luft, welche man meſſen und pruͤfen will, ab⸗ fuͤllen muß, habe ich mich trichterfoͤrmiger Glocken bedient, deren Grundflaͤchen 3— 4 Zoll im Durchmeſ⸗ ſer haben und die oben in eine 6— 7 Zoll lange und 4— 5 Linien im Durchmeſſer habende Roͤhre auslauf⸗ fen. Dieſe Roͤhren ſind an ihrem oberſten Ende herme⸗ tiſch verſiegelt und nach einem eigenen und beſtimmten Maaße, getheilet. Die Theüung laͤßt ſich vermittelſt einer guten Feile leicht kenntbar auftragen.
Dieſe Glocken muͤſſen aus recht weiſſem und hel⸗ lem Glaſe, und zwar ſo duͤnne, als nur moͤglich, ge⸗ blaſen ſeyn. Will man nun dieſe tubulirten Glocken brau⸗ chen; ſo fuͤllt man ſie unterm Waſſer ganz voll Waſſer, ſo daß das Waſſer, mit dem ſie angefuͤllt ſind, die vor⸗ her darin vorhandene Luft gaͤnzlich heraustreibt. Hier⸗ auf bringt man die Pflanzenblaͤtter, oder den Koͤrper, mit dem man einen Verſuch vornehmen will, durch die Oefnung der Glocke in ſie ginein. Dies thut man un⸗ term Waſſer, damit nicht die Luft, waͤhrend des Hin—⸗ einbringens eindringe. Unter dieſe ſolchergeſtalt zube⸗ reitete Glocken ſchiebt man alsdann tiefe glaͤſerne Un⸗ terſetzſchaalen. Dieſe dienen jenen als Boden und fuͤllen ſich mit Waſſer an, wenn man ſie unters Waſſer taucht, um die Stelle des Bodens des Gefaͤßes, in dem die erſten Vorbereitungen gemacht wurden, zu vertreten. Hierauf hebt man die Glocke mit ihrer Unterſetzſchaa⸗ le heraus, ohne der aͤußern Luft alle Gemeinſchaft mit
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