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wuͤrde ſie vollkommen widerrechtlich gehandelt, das heißt, ſie wuͤrde eine Maxime aufgeſtellt haben, die unmoͤglich als ein allgemeines Geſetz gelten kann. Denn wuͤrde es zu einem all⸗ gemeinen Geſetz, daß der Staat bald hier bald dort einzelne Unterthanen mit Ausſchließung der uͤbrigen auswaͤhlen koͤnn— te, um blos fuͤr ihre Exiſtenz oder doch wenigſtens dafuͤr zu ſorgen, daß ſie ein Feld geoͤffnet fanden, um darauf zu ihrem phyſiſchen Wohlſtande gelangen zu koͤnnen; ſo muͤßten noth⸗ wendig am Ende Unterthanen uͤbrig bleiben, welchen es un— moͤglich wuͤrde, auch nur ihren Lebensunterhalt zu erwerben, geſchweige denn ihren phyſtſchen Wohlſtand zu dem hoͤchſtmoͤg⸗ lichen Grade von Vollkommenheit zu bringen. Hierzu ſind aber alle Menſchen durch die Natur berufen, und ſie haben die Befugniß, uͤber Unrecht ſich zu beklagen, ſo bald ihrer Thaͤtigkeit hierin irgend eine Grenze geſetzt wird. Alſo un— bedingt alle Monopole und das ganze Gilden⸗- und Zunftweſen iſt widerrechtlich.
5) Das Eigenthum und die Rechte der Einzelnen muͤſ⸗ ſen allerdings in jedem Staate das heiligſte unverletzlichſte Kleinod nicht blos in Verhaͤltniß der uͤbrigen Unterthanen, ſondern auch ſelbſt in Verhaͤltniß des Staatsoberhaupts ſeyn. Nicht blos weil es— als von welcher Ruͤckſicht hier die Rede iſt— voͤllig unmoͤglich iſt, daß, ohne vollkommne Sicher— heit des Eigenthums, die Menſchen zu dem hoͤchſtmoͤglichen Grade vom phyſiſchen Wohlſtande gelangen koͤnnen, zu wel— chem ſie von der Natur berufen ſind; ſondern auch, weil es ſich geradezu widerſprechen wuͤrde, wenn ſich die Menſchen zu Errichtung eines Staats um deswillen vereinigten, um ihre proviſoriſchen Rechte peremtoriſch durch den Staat zu ſichern, und wenn ſie in eben dieſem Staate dem Staatsoberhaupte erlauben wollten, nach Belieben Eingriffe in jenes Eigenthum
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