107.
Dieſen Zuſtand der Dinge muß die Nazional⸗Oekonomie
zwar reſpektiren, weil ihn das hoͤchſte Prinzip des geſellſchaft⸗
lichen Vereins(das Eigenthums⸗Recht) gebietet; aber kraft der ihrem Prinzip weſentlichen Idealiſazion(Z. 24.) darf und muß ſie jede, dieſe hoͤchſten geſellſchaftlichen Ur⸗Geſetze nicht verletzende Anordnung gebieten, wodurch jene Ungleichheit des Kapital⸗Stoffs vermindert werde.
108.
Hoher Grad von Induſtrie kann eben ſo eine der Nazional⸗ Oekonomie widerſtrebende Produkt⸗Stoff⸗Maſſe in den Beſitz eines einzelnen bringen.
Dieſe Anhaͤufung widerſtrebt der Nazional⸗Oekonomie, denn ſie laͤhmt die Produkzion. Der einzelne wird den Ueber⸗ ſchuß uͤber ſeine Beduͤrfniſſe aufhaͤufen, alſo der Konſumzion entziehen.
Er wird, wenn es Guͤter abſoluten Werths ſind, durch dieſe Anhaͤufung die durch Zufaͤlle, Mißwachs, Feinds⸗Ver⸗ heerung entſtehende Maͤngel der andern Nazional⸗Glieder benutzen, um ſeine Vorraͤthe auf einen antioͤkonomiſtiſchen Preis zu treiben, alſo dieſen den Lebensgenuß zu verkuͤmmern; er wird im Staate eine Deſpozie der Nazional⸗Glieder gruͤn⸗ den, welche druͤckender iſt, als die Staats⸗Verwaltungs⸗ Deſpozie. Denn dieſe, ſo unumſchraͤnkt ſie auch ſeyn mag, muß um ihres eignen Vortheils willen, das Allgemeine, die ganze Nazion umfaſſen, und wird ſie mindſtens nicht zu Grund gehen laſſen koͤnnen, ohne ſich ſelbſt zu vernichten.
Der Anhaͤufer einer zu großen Produktif⸗Maſſe wird durch antioͤkonomiſtiſchen Genuß, z. B. durch Unterhaltung einer Menge reiner Konſumenten, muͤßiger Diener, die Pro⸗
dukzion hemmen. 109.
Es iſt noͤthig hier ſchon zu erklaͤren, was in der Nazional⸗ Oekonomie
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