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Eigenſinn, Laune, vorzuͤglich Habſucht, koͤnnen den Preis reguliren; der Werth hat ſein allgemeines Prinzip in der Natur-Haushaltung. Auch die Macht kann den
Preis feſtſetzen, wie z. B. die Polizey-Geſetze in Abſicht
der Guͤter abſoluten Werths; das Maximu m waͤhrend der Franzoͤſiſchen Revolution, u. ſ. w. Allein dieß hebt die Uni⸗ verſalitaͤt des oben gegebenen Begriffs des Preiſes(3. 68. und 69.) keineswegs auf: denn die Staats⸗Verwaltung uͤbt bey dieſer Preis⸗Beſtimmung das ſich zueignende Ober⸗ Eigenthums⸗Recht der Guͤter, und ſpricht, kraft deſſen, die Schaͤtzung fuͤr den Beſitzer durch Zwa ng aus.
77..
So wie uͤberhaupt Werth und Preis ſelbſtſtaͤndige, von einander unabhaͤngige Begriffe ſind, ſo iſt es insbeſondere auch der Vergleichs⸗Wer th, den die Staats⸗Wirthe bis⸗ her mit Preis vermiſcht haben.
Der Grund dieſer Vermiſchung liegt darin: daß der Vergleichs⸗Werth gewoͤhnlich den Preis beſtimmt. Und das iſt der oͤkonomiſtiſche, der ſogenannte Markt⸗ Preis.
Aber um Ein und das naͤmliche zu ſeyn, muͤßte er ihn nach
logiſchen Grundſaͤtzen ausſchließend beſtimmen, und das iſt nicht der Fall. Oft iſt der Vergleichs⸗ Werth h och, und der Preis niedrig: noch oͤfter der Vergleichungs⸗ Werth niedrig, und der Preis durch zufaͤllige, nicht im gewoͤhnlichen Natur⸗Haushaltungs⸗Gange liegende Verhaͤltniſſe hoch.
28.
Der Werth hat alſo einen weiten freyen Spiel⸗Raum; eingeengt und von akzidentellen Verhaͤltniſſen abhaͤngig, iſt der Spiel⸗Raum des Preiſes.
79.
Da der Vergleichungs⸗ Werth nur die Schaͤtzung nach dem Regulator des W erths der Guͤter in ihrem Ver— haͤltniſſe gegen einander, und zwar vorzuͤglich zum Behuf der Beſtimmung des Preiſes iſt, ſo ſetzt ſeine Schaͤtzung ſchlechterdings die Schaͤtzung aller uͤbrigen Guͤter voraus;
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