Teil eines Werkes 
Vierter Theil (1785)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2

25² Unterſuchungen

tigkeit dieſer Luftſaͤure, ſo wie der Fluͤchtigkeit des Gruͤn⸗ ſpangeiſtes, und da die fixe Luſt unter den Saͤuren die fluͤchtigſte iſt, ſo iſt offenbar, daß ſie auch die am ſtaͤrk⸗ ſten phlogiſtiſirte ſeyn muß.

Was von der im Waſſer aufgeloͤſten fixen Luft uͤbrig

bleibt, iſt phlogiſtiſtet und erzeugt mit der reinen von

neuem fixe uft.

Wenn die ſire Luft im Waſſer weniger aufloͤsbar iſt, als die vitriol⸗ und ſeeſalzſaure Luft; ſo ruͤhrt dies blos daher, weil ſie mehr phlogiſtiſirt iſt, als jene, und dies behaupte ich nicht ohne Grund. Man vermindert die Miſchbarkeit dieſer ſauren Luftarten, jemehr man ſie

phlogiſtiſirt, und ſie laſſen ſich ſehr ſchwer mit dem Waſ⸗

ſer miſchen, wenn ſie entzuͤnddar gemacht werden. Die fixe Luft ſelbſt verliert beinahe dieſe Eigenſchaft, wenn ſie den phlogiſtiſchen Einfluͤſſen der Eiſenfeilſpaͤne und des Schwefels, die mit ein wenig Waſſer zu einem Teige geknetet worden, ausgeſetzt iſt. Es duͤrfte mir auch ſcheinen, daß weil die fixe Luft ſtaͤrker phlogiſtiſirt iſt, als dieſe ſauern Luſtarten, ſie weniger auf die Metalle wirkt,

als jene, und daß ſie nur dann wirken kann, wenn ſie

im Waſſer aufgeloͤſt worden, hat vielleicht ſeinen Grund darin, weil ſie dadurch eines Theils ihres uͤberfluͤſſigen Brennbaren, welches dieſer Verbindung im Wege ſteht, entledigt wird.

Die der Einwirkung der Laugenſalze ausgeſetzte fixe Luſt wird beſſer und hoͤrt auf, ſich mit dem Waſſer zu miſchen, weil ſie ohne Zweifſel auf dieſe Art einen Theil von ihrer Saͤure verliert. Die uͤber ungeloͤſchtem Kalke ſtehende ſixe Luft leidet dieſelben Modiſikationen.

Endlich laͤßt ſich auch fire Luſt durch die phlogiſtiſi⸗ renden Proceſſe erzeugen. Verbindet man Brennbares mit dephlogiſtiſirter Luft, ſo erhaͤlt man gewiß fixe Luft, es ſei nun, daß dieſe Verbindung zu Erzenouan der

aͤure