Teil eines Werkes 
Vierter Theil (1785)
Entstehung
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230 Unterſuchungen

der Arſenik, weit mehr entzuͤndbare luft geben; ſie ſind alle bereit, ſich zu verfluͤchtigen, wenn das Feuer auf ſie wirkt und zwar in hinreichender Menge, um das neue Gemiſch zu formiren. Kann man ſich mit Hrn. Bergman vorſtellen, daß die Metalle fire Luft enthal⸗ ten, welche im Feuer auf das Metall ſelbſt wirkt? Ich falle uͤber die Meinung dieſes großen Mannes kein Ur⸗ theil, aber ich verweiſe auf die Verſuche, man muͤſte

denn die Metalle als aus einer eignen Saͤure und dem

Brennbaren zuſammengeſetzte Koͤrper anſehen und ich ge⸗ ſtehe, daß ſeit denen Entdeckungen der Herren Scheele und Bergman uͤber den Arſenik, man dies mit einigem Grunde muthmaßen kann.

Sicherer aber iſt es, wenn man glaubt, daß die ent⸗ zuͤndbare Luſt, welche ſich aus Metallen entwickelt, die ohne Zuſatz dem Feuer in einem Flintenlaufe ausgeſetzt werden, ihre Erzeugung einem beſondern Umſtande, den man noch entdecken wird, zu danken habe; denn der Graf Morozzo hat Zinn die Hitze des Reverberirfeuers ausſtehen laſſen, aber vergebens und gar keine Luft be⸗ kommen. Auch Kavoiſiier hat nach eben dem Verfah⸗ ren aus dem Blei keine uft heraustreiben koͤnnen. So⸗ nach ſind Hrn Prieſtley's Verſuche, die es lehren, daß man entzuͤndbare Luft aus dem Eiſen, dem Zink, und dem Zinne entbinden kann, nicht ſo buͤndig, als ſie an⸗ fangs ſcheinen. Iſt aber die Thatſache wahr, ſo wird ſie jetzt wenig Schwierigkeit machen, da Hr. Prieſtley erwieſen hat, daß die entzuͤndbare Luft das Brennbare iſt, und ſonach waͤre die, in dieſem Falle erzeugte, entzuͤndbare luft nichts anders, als das unter einer gewiſſen Ge⸗ ſtalt durch die Gewalt des Feuers herausgejagte Brenn⸗ bare.

Dem mag nun ſeyn wie ihm wolle, ſo macht dieſer beſondre Fall eine Ausnahme, die alle von mir mitge⸗

getheilten Zerlegungen und alle von mir beſchriebenen That⸗