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uͤber den Einfluß des Sonnenlichts ꝛc. 247
Man erſchoͤpft nie alle Vorſicht und alle Mittel, um die Materien, die man gebraucht, kennen zu lernen. Der Hr. Graf von Saluces,— der ſo gnaͤdig ge⸗ weſen iſt und mir eine vortrefliche Schrift uͤber die Luſt⸗ arten mitgetheilt hat, von der ich einmahl ſtarken Ge⸗ brauch machen werde,— hat beobachtet, daß wenn man Sapeterluft durch Scheidewaſſer gehen laͤßt, daſ⸗ ſelbe davon an Gewicht und Staͤrke zunimmt. Dies be⸗ weiſt, daß die Salpeterluft darin ihre Saͤure abſetzk. Sie nimmt die Geſtalt weißer Daͤmpfe an, ſo wie wenn ſie durch das fluͤchtige Laugenſalz geht, und wenn ſie durch die Vitriolſaͤure und das Weinſteinoͤl geht, leidet ſie keine Veraͤnderung. Hr. Prieſtley und ich, die wir die naͤhmlichen Verſuche angeſtellt haben, haben geſun⸗ den, daß die in recht reiner Salpeterſaͤure herumbewegte Salpeteriuft ausnehmend gereinigt ward.
Die Salpeterluft kann durch phlegiſtiſirende Prozeſſe entzuͤndbar werden. Läßt man die Salpeterluft uͤber ei⸗ nem Gemenge aus Schwefel und Eiſenfeilſpaͤnen, oder uͤber Schwefelleber, oder Pyrophorus ſtehen, oder laͤßt man den elektriſchen Funken drauf ſchlagen; ſo wird ſie ſchwach entzuͤndbar, vermindert ſich, laͤßt ſich mit dem Waſſer miſchen, eine Flamme loͤccht nicht mehr darin aus, ſie brennt im Gegentheil darin lebhafter. Was bringt dieſe Veraͤnderung hervor? Man ſieht deutlich, daß ſie blos mehreres Brennbares in ſich genommen ha⸗ ben kann, man muͤſte ſich denn eine innigere Verbindung zwiſchen der Saͤure und dem Brennbaren vorſtellen. Dem ſei wie ihm wolle, ſo wuͤrde ich glauben, daß die Salpeterluft von der entzuͤndbaren nur deswegen verſchie⸗ den ſey, weil die ſaure Luſt der Erſtern nicht mit Brenn⸗ barem geſaͤttigt iſt, wie die letztere, und ich ſehe nicht, wie man dieſe Folgerung entkraͤften koͤnnte, weil Erſtere Brennbares empfaͤngt, und letzteres nicht weiter⸗ Zu⸗ dem beweiſen Hrn. Prieſtley's letzte Verſuche die große
Menge Brennbares, die in der entzuͤndbaren Luft ent⸗ 924 hak
hal⸗


