246 Unterſuchungen
gung der Sahpeterſaͤure nothwendig iſt. Die uͤbrigblei⸗ bende Salpeterluft gibt, wenn ſie mit der Mennige ver⸗ bunden wird, eine ziemlich einathembare Luft, ſie ver⸗ liert einen Theil ihrer Saͤure und faſt alles ihr Brenn⸗ bares.
Noch iſt zu bemerken, daß die mit allen Metallen, welche ſie aufloͤſen kann, verbundene Salpeterſaͤure im⸗ mer die naͤhmliche Salpeterluft gibt. Es iſt wahr, daß dieſe, unter ſich in vieler Betrachtung ſo verſchiedene, Me⸗
aalle ſich alle in dem Brennbaren, welches ſie enthalten,
gleichen; aber eben durch das Brennbare verbindet ſich die Salpeterſaͤure mit ihnen, daher man uͤber die Gleich⸗ heit der Produkte nicht erſtaunen darf, und dies wird man noch weniger, wenn man erwaͤgt, daß die metal⸗ liſchen Subſtanzen alle auf gleiche Art von der Salpeter⸗ ſaͤure behandelt und alle verkalkt, das heiſt, ihres Brenn⸗ baren beraubt werden. 3
Endlich iſt auch Folgendes ein merkwuͤrdiger Ver⸗ ſuch, den Prieſtley hieruͤber gemacht hat. Wenn man ein Gemiſch aus Vitriol⸗ und Salpeterſaͤure beſtehend auf Eiſen gießt; ſo erhaͤlt man gleich Salpeterluft und ſodann dle Deſtillation ohne andre luftartige Produkte, als ein wenig, einen ſchwachen Salpetergeruch gebende, fire Luft, welches anzeigt, daß die Saͤure, welche das Metall aufloͤſen kann, das Einzige iſt, was mit ihm die Luft erzeugt, und daß wenn das Metall durch die Saͤure verkalkt worden, dann keine Luft weiter zu erwarten ſteht, wiewohl noch Saͤure, das Meeall aufzuloͤſen, uͤbrig iſt; allein gedachter Gelehrter hat noch wahrgenommen, daß wenn die Vitriolſaͤure in dem Gemiſche die Oberhand hat, ſich entzuͤndbare Luft entbindet.
Wiederhohlt man dieſen Verſuch mit Koͤnigswaſſer, ſo erhaͤlt man blos ſtoßweiſe Salpeterluft, als wenn gar keine Meerſalzſaͤure darin geweſen waͤre. Das aus der Deſtillation Uebrigbleibende gibt ſogar blos Salpeter⸗ luft.
Man


