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244 Unterſuchungen
eine ſichere Art zerlegen, wenn man die bloße Salpeter⸗ luft uͤber Waſſer ſtehen laͤßt. Sie vermindert ſich als⸗ dann betraͤchtlich, wie ich in der vorhergehenden Ab⸗ handlung zeigte. Ihre Saͤure loͤſt ſich im Waſſer auf; dieſes muß man aber behutſam erneuern, damit nicht et⸗ wan gemeine uft hineindringe. Nach Verlauf einiger Monathe vermindert ſich die Salpeterluft um 3 ihres Umfangs, und gibt nichts mehr, als einen Ueberreſt von Luft, der ziemlich rein iſt, worin kein Licht verloͤſcht, worin Thiere athmen koͤnnen, und der die gemeine Luſt nicht vermindert. Das Brennbare der Salpeterluft ver⸗ bindet ſich mit der reinen Luft des Waſſers, erzeugt da⸗ mit ſire und es bleibt ein luftartiges Weſen uͤbrig, das ziemlich einathembar iſt.
Aber wie kann man ſich verſichern, daß die ſich los⸗ machende Saͤure die Salpeterſaͤure ſei? Deswegen, weil ſie alle Wirkungen der Saͤuren hervorbringt. Sie faͤrbt die Lakmustinktur roth, und wenn man den Ver⸗ ſuch macht und miſcht Salpeterluft mit reiner in Gefaͤſ⸗ ſen, die mit Queckſilber angefuͤllt ſind; ſo erzeugt ſich durch die Wirkung dieſer Saͤure,— welche ſich von der Salpeterluft losmacht und das Queckſilber aufloͤſet,— neue Salpeterluft. Verbindet man nun dieſe Saͤure mit den Laugenſalzen, ſo erzeugt man Salpeterſalze, welche durch dieſe Saure entſtehen, auch verſtaͤrkt ſie den Sal⸗ petergeiſt, durch den man ſie gehen laͤßt.
Ich kann alſo ferner behaupten, daß die Sal⸗ peterluft aus einer durch das Brennbare verfluͤchtigten Salpeterſaͤure zuſammengeſetzt iſt, weil ich die beiden Grundtheile, aus denen ſie beſteht, einzeln erlangen kann, und da die Verwandſchaft der reinen Luft mit dem Brennbaren groͤßer iſt, als des letztern mit der Salpe⸗ terſaͤure; ſo trennt es ſich, ſobald als es ſich mit der reinen Luft verbinden kann, aber die vom Brennbaren alsdann nicht weiter verfluͤchtigte Salpeterſaͤure ſchlaͤgt
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