186 Achtzehnte Abhandlung.
mit Wiederhohlung deſſen aufhalten, was ich in meiner erſten Abhandlung geſagt habe.
Nur das iſt zu merken, daß durch die Erfahrung er⸗ wieſen iſt, daß die ſauren Luftarten weniger Verwand⸗ ſchatt mit dem Brennbaren haben, als die Saͤuren ſelbſt. Hieraus laͤßt ſich leichter begreifen, warum die fixe Luft ſich von dem Brennbaren, das einen Beſtandtheil von ihm mit ausmacht, trennt, und warum die Elemente der Vegetabilien, die mit dem Brennbaren Verwand⸗ ſchaft haben, das Brennbare aus der mit ihnen cirkuli⸗ renden fixen Luft leicht anziehen. Unterdeſſen muß man doch auch hinzuſetzen, daß die ſixe Luft ſich in ſehr großer Menge mit dem entzuͤndbaren Koͤrper verbindet. Hr. Bergmann hat erwieſen, daß der Weingeiſt, desglei⸗ chen auch das Oliven⸗ und Terpentinoͤl, das Doppelte ihres Inbegriffs(volumen) von fixer Luft verſchlucken; woraus die ſtarke Verbindung, die in dem Harztheile, welcher das Zellgewebe ausmacht, vorgehen muß, ganz begreiflich wird.
Sonach wird dieſe fixe Luft nicht nur zur Quelle der dephlogiſtiſirten Luft, welche die vegetirenden Gewaͤchſe an der Sonne ausſtoßen; ſondern ſie verbindet ſich auch mit den Pflanzen, dringt durch alle ihre Loͤcherchen ſo in ſie ein, wie ſie die Blaſen durchdringt, verhindert ihre Faͤulung, verbindet ſich mit den Oelen, die ohne ſie ran⸗ zig werden wuͤrden, und verwandelt die Gummi und
Oele in Harz. Die dephlogiſtiſirte Luft, welche die ge⸗
dachte fixe Luft gibt, erfriſcht unſre Lungen, indem ſie die Stelle der phlogiſtiſirten einnimmt, die ſie unter der Geſtalt der fixen Luft im Innern der Sewaͤchſe nieder⸗ ſchlaͤgt.
Dies loͤſt ein botaniſches Problem auf, das allerdings ſo beſchaffen war, daß es die Philoſophen in Verwunde⸗ rung ſetzen mußte, die es ſich aufgegeben, und die mit
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