Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1785)
Entstehung
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18² Achtzehnte Abhandlung.

ſen iſt, daß die Luft aus dieſen Stengeln noch die Vege⸗ tationsluft iſt.

6. Gedanken uͤber die Erzeugung dieſes ſeifenar⸗ tigen Stoffs und der dephlogiſtiſirten Luft, welche ſie ausſtoͤßt, nebſt Betrachtungen uͤber die Nah⸗ rungsſtoffe der Vegetabilien und uͤber die Luft, welche ſie, wie man glaubt, enthalten.

Man kann nicht in Abrede ſeyn, daß ein zuſammen⸗ geſetzter Koͤrper aus verſchiedenen Theilen gebildet ſeyn muͤſſe, die ſich zu ſolcher Bildung vereinigen. Sehe ich alſo, daß Pflanzen mir vitrioliſirten Weinſtein, Sal⸗ peter, das ſiebervertreibende Salz des Sylvius, das ſchmelzbare Salz, den Salmiak geben; ſo kann ich nicht anders, als ich muß die Verbindung der Saͤuren und der Laugenſalze, welche nebſt verſchiedenen Grund⸗ ſtoffen die Beſtandtheile von jenen ſeyn muͤſſen, und

welche doch ſelbſt vorher in die Pflanzen gekommen ſeyn muͤſſen, anerkennen.

Unter den Koͤrpern, die ihnen dieſe Beſtandtheile zu⸗ theilen koͤnnen, finde ich nur die Erde, an die ſie geheſtet

ſind, die Luft, welche ſie beruͤhrt, und das licht, welches ſie faͤrbt.

Die Erde theilt ihnen durch die Wurzeln einige feſte Grundtheile und eine große Menge mit fixer Luft ge⸗ ſchwaͤngertes Waſſer mit. Die Luüſt traͤnkt ſie mit einer, bald mehr, bald weniger, mit fixer Luft geſattigten Feuch⸗ tigkeit; auch lehrt uns die Erfahrung, daß Pflanzen, die mit ihren Wurzeln zu tief in die Erde gepflanzt wor⸗ den, eingehen, und ohne Zweifel darum, weil ſie die fixe Luft, welche in dem Waſſer aufgeloͤſt iſt, das die

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