3a unwiderlegbar dargethan, daß das Waſſer mit einer un— glaublichen Begierde Sauerſtoffgas einſauge. Biot ſagt, in ſeinem Briefe an Bertholet:„Die Einſaugung „(von Sauerſtoffgas) ſchien mir wenigſtens „der Haͤlfte des Umfangs des Waſſers, wel⸗ „ches das Flaͤſchen vor der Oeffnung enthielt, „gleich zu ſeyn.“ Aber auch Azot ſaugt das Waſſer ein, nur nicht mit der Begierde und in dem Maaße, wie das Sauerſtoffgas. Iſt es einmal damit geſchuͤttelt, ſo hoͤrt es auf, mehr davon einzuſaugen, was aber hin⸗ ſichtlich des Sauerſtoffs der umgekehrte Fall iſt.(De Marty's oben angefuͤhrte Abhandlung).
Bringen wir alle dieſe Gruͤnde nebſt den Erfahrun⸗ gen uͤber die Erzeugung der Salpeterſaͤure durch die Kunſt, in ein Ganzes zuſammen, ſo finden wir in der waſſerhal⸗ tenden Kraft das Anziehungsmittel der die Salpeterſaͤure conſtituirenden Gasarten, in den Kalien das Bindungs⸗ mittel oder Fixirungsmitel, und in den Erden nur das Gefaͤß, in welchem das Produkt aufbewahrt wird. Biot wirft die Frage in dem erwaͤhnten Briefe auf:„Wird „dieſes immerfort eingeſogene Sauerſtoffgas endlich eine „Saͤure bilden, und von welcher Art wird ſie ſeyn?“ Ich glaube, daß man hier, wie beim Abſorbiren des Sauerſtoffs durch den Thon, etwas auf Rechnung der chemiſchen Eigenſchaften der Erden geſchrieben hat, was aber nicht ihnen, ſondern dem Waſſer zugeeignet wer⸗ den muß.
Kann mit Grund mehr als eine Art des Humus als exiſtirend anerkannt werden?
Ohne hier die verſchiedenen Arten des Humus, wel⸗ che einen und denſelben Humus zu ihrem Subſtracte haben, und nur durch die Quantitaͤt des aufgenommenen


