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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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vielen Orten ein maͤchtiges Hinderniß des Mergelns zu ſeyn ſcheint, zeigt uns zu deutlich, daß der Kall groͤßten⸗ theils auf Koſten des Humus, die ſo auffallende Wir kung auf die Vegetation hervorbringt. Jedoch kann der Kalk auch ſelbſt, d. h. unmittelbar, zu der Ernaͤhrung mancher Pflanzenarten beitragen. Die Eſparſette(He- dysarum Onobrychis) gedeihet auf keinem andern Bo⸗ den, als auf ſolchem, der entweder in ſeiner Ackerkrume oder in ſeinem Untergrunde Kalk hat. Ein unlaͤugbarer Beweis fuͤr dies Geſagte iſt die Beobachtung von Mar⸗ ſchall, der die Wurzeln der genannten Pflanze die feſten Kalkſteine aufſuchen, dieſe gleichſam umſtricken, ſich ihrer Kohlenſaͤure bemaͤchtigen, und ſo die feſten Steine in Pulverform verwandelt ſah. Ueberhaupt ſcheint der Kalk beſonders guͤnſtig auf die Vegetation der Diadelphisten zu wirken, woruͤber ich an einem andern Orte Gelegen⸗ heit nehmen werde, ſehr intereſſante Erfahrungen mitzu⸗ theilen.

Wenn ich dieſem Geſagten zufolge nur den alkali⸗ ſchen Erden eine wahrhaft chemiſche Wirkung auf den Humus zugeſtehe, den Sand und den Thon aber nur als Gefaͤße betrachte, ſo iſt es doch keineswegs fuͤr den Acker⸗ bau gleichguͤltlig, welcher von beiden das Gefaͤß bildet. Das Gefaͤß, welches die zu der Erzeugung nothwendigen rohen Produkte, nicht nur in einer dem Zwecke ent⸗ ſprechenden Menge aufzunehmen, ſondern auch wirklich und zweckmaͤßig anzuhalten und abzugeben vermag, kann und darf nicht mit dem Siebe der Danaiden in eine Parallele geſtellt werden, das nur reichlich aufzunehmen, nicht aber anzuhalten im Stande iſt. So der Thon und Sand. Wenn man bei dem Einfluſſe ſtehen bleibt, wel⸗ chen, wie ich weiter oben gezeigt habe, die atmosphaͤri⸗ ſche Luft auf den Humus hat, ſo ergiebt ſich ſchon, wie