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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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wichtige(von de Marty gemachte und von mehreren Phyſikern beſtaͤtigte) Entdeckung, daß das Waſſer den Sauerſtoff in bedeutender Menge einſauge, ſo wie die Meinung von Davy, daß die Erden als vollkommene Metalloxyde anzuſehen ſeyen, vor Augen ſchwebte: ſo kam bei mir der Gedanke, ob nicht das mit den Erden gemengte Waſſer die Urſache der Abſorbtion ſey. Je mehr ich daruͤber nachdachte, je mehr ich die Reſultate meiner Verſuche befragte, deſto wahrſcheinlicher wurde mir daſſelbe, und ich entſchloß mich, durch direkte Ver⸗ ſuche meinen Glauben zu beſtaͤtigen. Ich nahm vier vollkommen ausgetrocknete Glaͤſer, wog ſo vollkommen als moͤglich ausgetrockneten Humus, Thon, Kalk, rein gewaſchenen Flußſand(verſteht ſich doch ſo ausgetrocknet, daß die Natur der Erden hinſichtlich unſeres Verſuches da⸗ durch nicht veraͤndert worden waren) zu gleichen Theilen ab, ſetzte jedes unter einen Cylinder und ſperrte ſolche mit Queckſilber. Nach Verlauf von vierzehn Tagen war bei keinem der vier Cylinder ein Steigen des Queckſilbers zu bemerken. Nach vier Wochen ſtieg das Queckſilber ſehr wenig, aber ſonderbar iſt es, in allen vier Cylindern gleich hoch. Sollte dieſes Steigen nicht durch die Abſorb⸗ tion vermoͤge des Queckſilbers bewirkt ſeyn? Ich mußte mit dieſer mir unerwarteten Erſcheinung die Verſuche ſchließen, werde aber im kuͤnftigen Sommer dieſelben fortſetzen.

Ob nun gleich durch dieſe Verſuche noch nicht voll kommen dargethan iſt, daß das Waſſer die Urſache der Abſorbtion ſey; ſo iſt doch ſo viel ausgemacht, daß ſie nicht dem Thone, wohl aber aller Wahrſcheinlichkeit nach dem mit ihm verbundenen Waſſer zugeſchrieben werden darf.

Meiner, durch die Schraderſchen und durch die obi⸗